Borkenkäfer verursacht Millionenschaden im Saarland

Insekten zerstören Nadelbäume : Borkenkäfer verursacht landesweit Millionenschaden

Der Borkenkäfer hat 2018 im saarländischen Staatswald einen Millionenschaden angerichtet. Mit insgesamt 34 000 Festmetern „Käferholz“ lag die von ihm befallene Holzmenge doppelt so hoch wie im Jahr 2017, teilte der Saarforst Landesbetrieb auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Das hohe Käferholzaufkommen habe zu einem starken Verfall der Preise für Fichtenholz geführt: Für den Saarforst könne von Mindereinnahmen in Höhe von rund einer Million Euro ausgegangen werden, hieß es. Hinzu kämen „noch nicht bezifferbare Kosten für die Wiederbewaldung“.

Die Menge an „Käferholz“ im Jahr 2018 sei die höchste mindestens der vergangenen 15 Jahre, teilte das Umweltministerium mit. Die letzten Höchstwerte hatten 2004/2005 bei jeweils 25 000 Festmetern und 2006 bei 29 000 Festmetern gelegen. Der Borkenkäfer breitet sich vor allem bei Trockenheit und Hitze massiv aus. 2018 habe er nahezu flächendeckend eine dritte Generation angelegt und diese auch fast überall vollständig entwickelt. Teils sei sogar eine vierte Generation festgestellt worden.

Mit mehreren Maßnahmen geht der Saarforst gegen den Borkenkäfer vor. Über ein flächendeckendes Monitoring von gefährdeten Nadelbaumbeständen soll ein Neu-Befall frühzeitig erkannt werden. Befallene Bäume müssen rasch abtransportiert werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. In Einzelfällen kann auch die Entrindung frisch befallener Bäume erforderlich sein.

Der Borkenkäfer ist für die Forstwirtschaft einer der gefährlichsten Schädlinge. Selbst gesunde Bäume können bei einem Befall binnen kürzester Zeit absterben. Am stärksten geschädigt sind die bei Trockenheit besonders für Borkenkäfer anfälligen Fichten. Die Insekten bohren für die Ei-Ablage Gänge in Rinde und Holz.

(dpa)
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