Bliesens Volleyballer machen Schule

Bliesen. Nach schier end- und ergebnislosen Gesprächen saarländischer Volleyballvereine über eine mögliche Zusammenarbeit hat der TV Bliesen nun in Eigenregie Nägel mit Köpfen gemacht. Am vergangenen Montag unterzeichnete der Regionalligist einen Kooperationsvertrag mit dem Saarländischen Volleyballverband für ein im Saarland bislang einmaliges Projekt, das auf mehrere Jahre angelegt ist

Bliesen. Nach schier end- und ergebnislosen Gesprächen saarländischer Volleyballvereine über eine mögliche Zusammenarbeit hat der TV Bliesen nun in Eigenregie Nägel mit Köpfen gemacht. Am vergangenen Montag unterzeichnete der Regionalligist einen Kooperationsvertrag mit dem Saarländischen Volleyballverband für ein im Saarland bislang einmaliges Projekt, das auf mehrere Jahre angelegt ist. Der Verein hat das Volleyballzentrum St. Wendel gegründet, das sich zu einer Kooperation mit mindestens zehn Schulen verpflichtet hat. Der Verband unterstützt dieses Projekt finanziell sowie mit Material."Wir versuchen, die Kinder jetzt über die Schulen zu gewinnen, da man sie dort besser ansprechen kann", erläutert Gerd Rauch, der "Macher" des TV Bliesen. "Bliesen hat mit die stärkste Abteilung im Saarland und mit Gerd Rauch einen sehr guten Trainer. Das gibt uns die Chance, die Zusammenarbeit zwischen Verein, Schule und Verband zu verbessern", sagt der Vorsitzende des Volleyballverbandes, Erhard Rubert, auf die Frage, wie es zu der Zusammenarbeit kam.

Da der Volleyballsport im Kreis St. Wendel wie im gesamten Saarland nicht wirklich im Rampenlicht steht, kam dem TV Bliesen die Idee, an den Schulen aktiv zu werden. Auch weil Gerd Rauch selbst Lehrer ist - an der Gemeinschaftsschule in Ottweiler. Über das Volleyballzentrum St. Wendel werden künftig zwei Jugendliche im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), die Bliesener Volleyballer Julian Haupert und Lars Meyer, in den Partnerschulen am Sportunterricht teilnehmen und Volleyball-Arbeitsgemeinschaften anbieten. Dadurch will der TV Bliesen Kinder und Jugendliche von den kooperierenden Schulen für sich gewinnen und diese dann fördern. "Wir hoffen, dass Bliesen bald oberhalb der Regionalliga spielt und sich Volleyball im Kreis St. Wendel noch mal mehr verbreitet", meinte Rubert. Aktuell steht Bliesen als Aufsteiger an der Spitze der Regionalliga und kann auf den Aufstieg in die 3. Liga hoffen. Gedacht ist das neue Projekt sowohl für Grundschulkinder als auch für Schüler weiterführender Schulen, aber primär für Jungs, da der TV Bliesen keine Mädchenmannschaft hat. Trotzdem nehmen die Mädchen ganz normal am Volleyball-Unterricht teil. "Wenn es interessierte Mädchen gibt, werden wir sie an andere Vereine weiterempfehlen", fügte Rauch hinzu. So profitiert nicht nur der TV Bliesen von dem Projekt, sondern auch andere Vereine aus der Region. Außerdem wird das Volleyballzentrum versuchen, Schulturniere zu veranstalten, und die Schulen sollen am Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia teilnehmen. ida

Foto: Pons

Auf einen Blick

Die Partnerschulen des TV Bliesen:

Grundschulen: Grundschule Bliesen, Grundschule St. Wendel, Grundschule Niederkirchen, Grundschule Oberthal, Grundschule Namborn-Furschweiler.

Weiterführende Schulen: Cusanus-Gymnasium St. Wendel, Arnold-Janssen-Gymnasium St. Wendel, Gymnasium Wendalium St. Wendel, Gesamtschule Marpingen, Gymnasium Ottweiler, Gemeinschaftsschule Ottweiler.

Weitere Partner: Saarländischer Volleyballverband, Verein zur Förderung der Volleyballabteilung des TV Bliesen, Turnverein Bliesen, Landkreis St. Wendel, Bildungsministerium. ida