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Zahl der Corona-Toten aus Grand Est steigt auf 3995

Kostenpflichtiger Inhalt: Lage in Grand Est : Fast 4000 Menschen in Region Grand Est an Covid-19 gestorben

687 Patienten werden noch auf den Intensivstationen behandelt. Somit wird die Zahl der Sterbefälle steigen, obwohl die Klinikeinweisungen weiterhin rückläufig sind.

3995 Menschen sind in der Grenzregion Grand Est an den Folgen ihrer Corona-Erkrankung gestorben. Das hat die französische Regierung mitgeteilt. 2646 von ihnen starben in den Krankenhäusern, 1349 in Pflegeheimen. Dass die Zahl der Verstorbenen weiterhin steigt, obwohl der Höhepunkt der Epidemie seit Wochen überschritten wurde, ist darauf zurückzuführen, dass sich immer noch viele Patienten mit schwerem Verlauf der Krankheit in den Kliniken befinden. 4416 Covid-Kranken werden zurzeit in Grand Est stationär behandelt, 687 von ihnen auf der Intensivstation. Je nach Zustand ist eine Beatmung über Wochen notwendig. Rückläufig ist indessen weiterhin die Zahl der Neueinweisungen in den Kliniken (-71 innerhalb von 24 Stunden). Seit Anfang der Epidemie wurden bereits 6883 Menschen nach Hause entlassen. Innerhalb der letzten 24 Stunden waren es 211.

Im Grenzdépartement Moselle ist die Zahl der Sterbefälle in den Altenheimen auf 173 angestiegen. Insgesamt wurden im Département 775 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus festgestellt. 602 Patienten werden noch stationär im Krankenhaus behandelt, 140 von ihnen auf der Intensivstation. 1299 konnten nach Hause entlassen werden.

Auch wenn Grand Est nach der Region Ile-de-France (Pariser Umland) die zweit am stärksten vom Coronavirus betroffene Gegend Frankreichs ist, laufen auch dort die Vorbereitungen für die Zeit nach dem Lockdown. In Frankreich sollen erste Lockerungen am 11. Mai in Kraft treten. Unter anderem sollen die ersten Schüler wieder den Unterricht vor Ort besuchen können. In einem Interview mit dem Radiosender France Bleu kündigte Regionspräsident Jean Rottner heute an, dass die ersten Schulgebäude zurzeit desinfiziert werden. Als erste sollen die Berufsfachschüler wieder zurück in die Klassenzimmer. Durch die geringere Anzahl an Schülern sei in diesen Klassen die Einhaltung von Abständen am einfachsten. Bis dahin soll sicher gestellt werden, dass jeder Schüler eine Schutzmaske bekommt, um mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wieder in die Schule gehen zu können, so Rottner.