Astronaut Matthias Maurer vor Ort In der Rockhall in Luxemburg werden jetzt Mond-Roboter getestet

ESCH/ALZETTE · In der Rockhal findet das Finale eines Wettbewerbs statt, für den Wissenschaftler fahrbare Roboter entwickelt haben. Tickets für die Veranstaltung gibt es zu gewinnen – und damit verbunden auch ein Meet-and-Greet mit dem saarländischen Astronauten Matthias Maurer.

 Symbolfoto

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Foto: ESA

Erhaben thront die knapp 100 Meter hohe SLS-Rakete der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa auf der legendären Startrampe 39 B im Kennedy Space Center in Florida. Die stärkste Rakete, die Menschen je gebaut haben, ist bereit für ihren Einsatz. Voraussichtlich am Montag, 29. August, zwischen 14.33 und 16.33 Uhr soll sie eine neue Ära der Raumfahrt einleiten und die unbemannte Orion-Kapsel, an deren Konstruktion auch die Europäische Raumfahrtbehörde Esa beteiligt ist, Richtung Mondumlaufbahn befördern.

Wenn die Artemis-1-Mission erfolgreich sein wird, sollen bereits 2024 wieder Astronauten den Erdtrabanten umrunden. 2025 könnten dann erneut Menschen auf dem Mond landen – mehr als 50 Jahre nach der letzten Apollo-Mission. Wann der erste Europäer über die staubige Oberfläche laufen wird, ist derzeit noch unklar. Allerdings hat sich die Esa bereits Flüge für drei Raumfahrer gesichert. Esa-Chef Josef Aschbacher ist zuversichtlich, dass noch in dieser Dekade ein europäischer Astronaut auf dem Erdtrabanten landen wird.

Einer, der gute Chance hat, seine Fußabdrücke auf der Mondoberfläche zu hinterlassen, ist Matthias Maurer. Er sei „ein fantastischer Kandidat dafür“, erklärte Aschbacher kurz bevor der Saarländer am 11. November vergangenen Jahres zu seiner Cosmic-Kiss-Mission auf der Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen ist. Und auch der Himmelsstürmer selbst betont immer wieder, dass der natürliche Satellit unseres Planeten ganz oben auf seiner Wunschliste stehe. Für ihn sei der Mond wie ein Buch, in dem die Geschichte unseres Sonnensystems niedergeschrieben ist.

Kein Wunder also, dass sich Maurer die Endrunde der „Space Resources Challenge“, die vom 5. bis 9. September in der Rockhal in Luxemburg stattfindet, nicht entgehen lassen wird. Für den Wettbewerb, den die Esa und das European Space Resources Innovation Centre (Esric) gemeinsam ins Leben gerufen haben, entwickelten europäische und kanadische Forscher Fahrzeuge, die in der Lage sind, die Ressourcen in den schattigen Polarregionen des Erdtrabanten zu erkunden. „Der Mond ist der nächste Schritt in der menschlichen Erforschung des Weltalls. Um vor Ort Lebensräume zu errichten, müssen wir die dort vorhandenen Ressourcen sammeln und nutzen“, heißt es vonseiten der luxemburgischen Raumfahrtagentur LSA.

Bilder aus dem ISS: So sieht Matthias Maurer das Saarland und Rheinland-Pfalz
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So sieht Matthias Maurer das Saarland

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Foto: Matthias Maurer/ESA

Bei dem Finale in der Rockhal werden die besten Teams ihre Mondrover-Prototypen auf einem 1800 Quadratmeter großen mondähnlichen Gelände gegeneinander antreten lassen. „Der Gewinner erhält die Möglichkeit, seine Technologie auf den Mond zu fliegen“, erläutert ein Sprecher der LSA. Diese will auch der Öffentlichkeit die Gelegenheit geben, an der Veranstaltung teilzunehmen und verlost daher 20 Tickets für Freitag, 9. September. Die Gewinner dürfen sich Vorführungen der Mondfahrzeuge ansehen. Außerdem haben sie die Chance, Astronaut Maurer kennenzulernen, mit ihm über seine Zeit auf der ISS zu sprechen und Autogramme zu bekommen.

Wer bei der Verlosung mitmachen will, muss auf der Webseite eine Frage beantworten. Danach landet er im Lostopf. Wie die LSA mitteilt, läuft das Gewinnspiel bis zum 1. September. Die Sieger werden am 2. September per E-Mail benachrichtigt.

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