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Sportwagen-Träume am Erlebnisbergwerk

Wenn so viele Fans desselben Autotyps zusammenkommen, gibt es immer Anlass zum Fachsimpeln. Foto: Ruppenthal
Wenn so viele Fans desselben Autotyps zusammenkommen, gibt es immer Anlass zum Fachsimpeln. Foto: Ruppenthal FOTO: Ruppenthal
Velsen/Luxemburg/Orscholz. 117 Fahrer-Teams aus ganz Deutschland und aus Holland kamen zum Treffen der Mercedes-Benz-SLK-Freunde. Eine Station auf ihrer Rundfahrt durchs Dreiländereck war das Erlebnisbergwerk Velsen. Rolf Ruppenthal

Sie sind kein Verein, "lediglich" eine Internet-Community, und trotzdem mobilisieren die Mercedes-Benz-SLK-Freunde Deutschland regelmäßig die Massen. 117 Teams aus ganz Deutschland und Holland kamen jetzt ans Erlebnisbergwerk Velsen . Die weiteste Anreise brachte übrigens Marc Straub hinter sich, der eigens aus Monaco ins Saarland gereist kam. Alte Bergmannstraditionen - neue Sportwagen , ein fürwahr gelungener Kontrast.

Bergmannsfrühstück



Und so gab's am Samstagmittag quasi einen Sternen-Regen in Velsen: Ein Mercedes-Benz SLK neben dem anderen, einer schöner als der andere. Von Luxemburg kommend war die Sternen-Flotte in der Mittagszeit in Velsen eingefallen - um zum einen dieses in seiner Art einzigartige Bergwerk zu besichtigen, zum anderen, um in der "Knubbebud" mit einem Original-Bergmanns-Frühstück die saarländische Grubentradition aus ganz persönlicher Sicht zu erfahren.

Bergbau mit allen Sinnen erleben, das gelang ohne Probleme: Die vielen Besucher aus ganz Deutschland, von denen die meisten noch nie eine Kohlengrube "von innen" gesehen hatten, konnten den "Stollen" mit Helm, Schutzmantel und Kopflicht auf eigene Faust erkunden.

An allen exponierten Stellen des Bergwerks standen dann die Mitglieder des Vereins "Erlebnisbergwerk Velsen ", Volker Etgen und seine engagierten Mitstreiter bereit, um kompetent und umfassend über das Arbeitsleben unter Tage zu informieren.

Eigentlich führte der Wochenendtrip die MB-SLK-Freunde aus dem Internet ins benachbarte Großherzogtum Luxemburg . Das war auch Dreh- und Angelpunkt des Treffens - die große Ausfahrt führte jedoch ins Saarland , zunächst zum Erlebnisbergwerk nach Velsen, dann auf dem Rückweg auf die Cloef zur Saarschleife - dank Heinz Trapp aus Porcelette.

Der 57-jährige Logistiker aus dem Saarland - er lebt in Lothringen und arbeitet bei Dachser in Altforweiler - empfahl seinem "Vorsitzenden" Sven Kamm aus Winnenden diese Exkursionsziele und traf damit voll ins Schwarze.

Der Baden-Württemberger, der bei der Ortserkundung vor drei Wochen erstmals im Saarland weilte, war von Landschaft und Geschichte ausgesprochen angetan. Sichtlich beeindruckt zeigte er sich auch vom Erlebnisbergwerk in Velsen und seinen "Betreibern". "Eine völlig andere Welt und eine ganz neue Erfahrung," schwärmte er zum Abschluss des Besuches, ohne es dabei jedoch zu versäumen, die "tolle Arbeit" von Volker Etgen und seinen Mitstreitern gebührend zu würdigen.

Beeindruckt war auch Elvira Deppner aus Blieskastel, eine von zehn Teilnehmern aus dem Saarland . "Ich wusste zwar, dass es so etwas bei uns gibt, war aber noch nie hier," gab sie unumwunden zu. "Erlebnis ist hier nicht nur ein Wort, Erlebnis ist hier Konzeption," schwärmte auch sie von Velsen.

Begeistert vom Saarland

Andreas Krimm (51) aus Nürnberg hat es ebenfalls riesig gefallen. "Ich bin zwar schon einmal durchs Saarland gefahren, dass Land und Leute aber so interessant sind, wäre mir nicht im Traum eingefallen," führte er aus.

Das Spektrum der Besucher war weit gefasst, sowohl geografisch als auch von der Altersstruktur. Die jüngsten waren gerade einmal 18, die ältesten 70 Jahre und mehr. Das Gros waren jedoch muntere Fünfziger.

Und Volker Etgen und seine Freunde freuen sich schon auf den nächsten "Autosalon" vor ihrem Erlebnisbergwerk: Für den 1. Mai haben sich zwei Oldtimerclubs in Velsen angesagt.