Parlamentswahl im Großherzogtum: Luxemburgs Außenminister Asselborn will „nicht fortlaufen“

Parlamentswahl im Großherzogtum : Luxemburgs Außenminister Asselborn will „nicht fortlaufen“

Bei der Parlamentswahl im Herbst steht auch die Zukunft des 69-Jährigen auf dem Spiel. Als wahrscheinlich gilt derzeit ein Sieg der Opposition.

(lrs) Auch nach 14 Jahren als Außenminister Luxemburgs ist Jean Asselborn (69) nicht amtsmüde. Schließlich bewerbe er sich bei der Parlamentswahl am 14. Oktober erneut um das Vertrauen der Wähler, sagte der dienstälteste EU-Außenminister. „Und wenn dieses Vertrauen da ist, dann habe ich die Konsequenzen zu ziehen und dann kann ich nicht fortlaufen. Das mache ich nicht.“

Sozialdemokrat Asselborn, der der Abgeordnetenkammer seit 1984 angehört, wollte nicht sagen, ob er wieder Außenminister werden will, falls seine Partei erneut an einer Regierung beteiligt sei. Über die künftige Regierungskoalition werde erst nach der Wahl geredet. „Ich mache meine Arbeit. Und wenn das Ergebnis da ist und die Koalition in eine gewisse Richtung geht, dann habe ich mich zu entscheiden.“ Asselborn: „Keine Partei wird die absolute Mehrheit haben.“

Luxemburg wird seit 2013 von einer Koalition von Liberalen, Sozialdemokraten und Grünen unter Leitung des Liberalen Xavier Bettel (45) regiert. Als wahrscheinlich gilt ein klarer Wahlsieg der Christlich-Sozialen Volkspartei (CSV) von Claude Wiseler (58). Die CSV hat in den vergangenen 50 Jahren schon mehrfach mit den Sozialdemokraten koaliert.

(dpa)
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