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Luxemburger Film Fund unterstützt Szene mit Extra-Budget für Covid-Schutzmaßnahmen

Für Covid-Schutz am Set : Luxemburger Film Fund unterstützt Szene mit Covid-Budget

Der Luxemburger Film Fund unterstützt den Filmsektor im Großherzogtum, der vor allem Koproduktionen dreht, während der Covid-Krise durch mehrere Mittel. Ein Budget von vier Millionen Euro sieht strukturelle, rückzahlbare Hilfen für Produktionsfirmen (maximal 250 000 Euro pro Firma) und zudem nicht rückzahlbare 10 000 Euro Einmalhilfe pro Firma vor.

Zudem übernimmt die staatliche Einrichtung mit einem Budget von drei Millionen Euro Kosten für Covid-Schutzmaßnahmen. Bezahlt werden damit Zusatzkosten für Schutzmaßnahmen, aber auch Ausgaben für Drehs, die aufgrund des Lockdowns verschoben werden mussten. Das gilt für Projekte, denen der Film Fund bereits vorher eine normale Förderung zugesagt hatte.

So können wohl zwei Drittel der zugesagten Filme trotz weltweiter Pandemie in diesem Jahr gedreht werden. „Wir hatten vor März 2020 15 Produktionen unsere finanzielle Unterstützung zugesagt, darunter 14 Spielfilme und eine Serie. Von den 15 Produktionen sind seit Juli fünf Spielfilme im Dreh, beziehungsweise teils fertiggestellt, und die Serie hat die Arbeiten Ende Juli begonnen“, teilt Film Fund-Direktor Guy Daleiden auf Anfrage mit. Zwei Projekte sollten Anfang September folgen und zwei spätestens im November. „Von den 15 Projekten werden somit zehn voraussichtlich bis Ende des Jahres gedreht sein“, bilanziert Daleiden. Dokumentationen und Animationen seien von den Folgen der Krise weniger betroffen.

Der Luxemburger Film Fund unterstützt seit seiner Gründung 1990 die Filmindustrie im Großherzogtum mit verschiedenen Programmen und Darlehen. 2018 wählte er aus 122 Bewerbungen 46 Projekte, und vergab somit einen Gesamtbetrag von 36,2 Millionen Euro für zwölf Schreib- und Entwicklungshilfen sowie für 34 Produktionshilfen. Durch sein Förderprogramm, der nationalen Hilfe zur audiovisuellen Produktion (AFS), gewährt der Film Fund Produzenten diskretionäre Darlehen zur Finanzierung von Entwicklung und Drehbuchschreiben, Vertrieb und Produktion, Koproduktion, Animationen, Dokumentationen, Kurzfilmen und transmedialen Projekten, die später zu 100 Prozent aus Erlösen des fertigen Werks zurückgezahlt werden sollen. Dieses Prinzip gilt auch für die Covid-Hilfen. Eine direkte Drehbuchautorenhilfe (10 000 Euro) ist indes nicht rückzahlbar.

Nach Angaben des Film Fund arbeiten, abhängig von der Anzahl der Produktionen, zwischen 1000 und 1200 Personen in der audiovisuellen Industrie Luxemburgs, einschließlich Produktionsfirmen, Animationsstudios und Dienstleistungsunternehmen.