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Luxair in Luxemburg zählt weniger Passagiere und weniger Flüge

81 Prozent weniger Passagiere als 2019 : Fluggesellschaft Luxair leidet weiter unter Pandemie

Die Luxemburger Fluggesellschaft Luxair ist mit merklichen Schwierigkeiten in dieses Jahr gestartet. In den ersten sechs Monaten stiegen nur 133 609 Passagiere in eine ihrer Maschinen – im ersten Halbjahr des Jahres 2019 waren es noch 687 844. Besonders verlustreich sind Geschäftsreisen, die Pauschalreisen scheinen sich leicht zu erholen.

Die Luxemburger Fluggesellschaft zieht nach dem ersten Halbjahr des Pandemiejahres zwei eine schlechte Bilanz. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres stiegen nur 133 609 Passagiere in eine ihrer Maschinen von oder in Richtung Flughafen Findel. Im Vergleich zum Zeitraum Januar-Juni 2019 ist das Passagieraufkommen insgesamt um 81 Prozent zurückgegangen. Damit fällt die aktuelle Bilanz noch schlechter aus als vor einem Jahr, als im ersten Halbjahr 2020 gut 42 Prozent weniger Gäste mit Luxair geflogen sind.

Im Vergleich zu gleichen Zeitraum 2019 ist in diesem Januar bis Juni die Zahl der Geschäftsflüge und der Anschlussflüge (beide minus 86 Prozent) stärker eingebrochen als die der Freizeitflüge (minus 45 Prozent).

Auch der Reiseveranstalter Luxair-Tours verzeichnet eine schwache Bilanz des ersten Halbjahres, die allerdings wieder besser ausfällt als im Vergleichszeitraum 2020: Während 2019 noch 271 745 Touristen mit Luxair-Tours verreist sind, waren es im ersten Halbjahr 148 525. Das sind immerhin gut 74 000 Gäste mehr als im ersten Semester des Jahres 2020. Bei Reisen außerhalb des Schengen-Raums hat die Zahl der Passagiere um knapp die Hälfte abgenommen. Innerhalb des Schengen-Raums ging sie schwächer (minus 24 Prozent) zurück.

Zu den am meisten nachgefragten Flugverbindungen gehörten im Juni Porto, Lissabon und Nizza, bei den Ferienflügen waren es Palma de Mallorca, Faro und Malaga. Luxair fliegt 85 Flughäfen in 34 Ländern an. Zu den neueren Flugverbindungen gehören Usedom, Bologna, Dubai, Bukarest, Oslo, Belgrad und Rostock.

Im ersten Pandemiejahr hat die Fluggesellschaft einen Nettoverlust von 154,9 Millionen Euro verbucht, wobei auf die Linienflüge ein Verlust von 73 Millionen Euro und auf den Reiseveranstalter Luxair-Tours 54 Millionen Euro entfiel. Tatsächlich wurden am Flughafen Findel im vergangenen Jahr gerade einmal 1,4 Millionen Passagiere gezählt, so wenig wie zuletzt 2003. Das Catering-Unternehmen LuxairServices machte 2020 rund 15,5 Millionen Euro Verlust, selbst beim sonst stark nachgefragten Frachtgeschäft LuxairCargo belief sich das Minus auf 10,5 Millionen Euro. In der Konsequenz wurde im vergangenen Jahr in einem Abkommen zwischen Luxair, Regierung und Gewerkschaften wurde der Abbau von 587 Stellen vereinbart.