Neunkirchener schreibt Biografie über berühmten Schriftsteller „Super-ironisch, aber ein nervöses Pflaster“: Ein Jahrzehnt mit Robert Louis Stevenson

Neunkirchen/Habscht · Wer Robert Louis Stevenson hört, denkt an den Abenteuerroman „Die Schatzinsel“. Anders Heinz Günnewig. Der Neunkirchener arbeitet seit Jahren an der ersten Stevenson-Biografie aus dem Saarland – er denkt an Sprachgewalt und einen strengen Vater, an Ironie und viele Leuchttürme.

An Bord der „Casco“: Robert Louis Stevenson (Mitte, mit Schnurrbart und gesenktem Blick) am 1. Februar 1889 in Honolulu. Auch seine Frau Fanny Osbourne (1.v.l.) und seine Mutter Margaret (3.v.l.) reisten mit. Rechts von Fanny sitzt Kalākaua, König von Hawaii, und bald ein Freund des Paares.

An Bord der „Casco“: Robert Louis Stevenson (Mitte, mit Schnurrbart und gesenktem Blick) am 1. Februar 1889 in Honolulu. Auch seine Frau Fanny Osbourne (1.v.l.) und seine Mutter Margaret (3.v.l.) reisten mit. Rechts von Fanny sitzt Kalākaua, König von Hawaii, und bald ein Freund des Paares.

Foto: Edinburgh Libraries and Museums and Galleries/Writers Museum Edinburgh

Was würden Sie machen, wenn Sie einmal durch das Wohnhaus Ihres Lieblingsschriftstellers stöbern dürften? Am Schreibtisch Platz nehmen, die Aussicht vom Schlafzimmerfenster prüfen oder die Küche inspizieren? Heinz Günnewig aus Neunkirchen hat in Edinburgh das Haus von Robert Louis Stevenson besucht – und sich von den Nachbesitzern das Treppenhaus zeigen lassen. „Ich habe habe mir vorgestellt, wie er nachts nach Hause kam und am Schlafzimmer der Eltern vorbei schleichen musste.“ Dem strengen Calvinismus der Eltern entfloh der junge Student Robert gerne nachts. Mit Erfolg. „Die Treppe am Elternschlafzimmer knarzt nicht, ich habe es getestet.“