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Anleitung zum Sehen von Sigurd Rompza

Wiebelskirchen. Die Luxemburger Agentur und Galerie „MediArt“ engagiert sich für die Kunst und die Künstler der Großregion. Ab der kommenden Woche sind dort Werke von Sigurd Rompza und dem Bildhauer Jan Meyer-Rogge zu sehen. Sabine Graf

Vor vielen Jahren war der Kulturjournalist Paul Bertemes bei Sigurd Rompza in Wiebelskirchen zu Gast, um ein Porträt des Künstlers im Auftrag der SZ zu fertigen. Jetzt ist es umgekehrt. Vor mehr als zehn Jahren gründete er zusammen mit dem Kaufmann Jean Colling die Agentur zur Kulturförderung "MediArt" in Luxemburg . Sie gibt im Auftrag anderer oder selbst Publikationen über und Editionen von Künstlern der Großregion Saar-Lor-Lux heraus, organisiert im Auftrag Ausstellungen und lädt auch im eigenen Haus in der Luxemburger Altstadt dazu ein. Dort sind regelmäßig Künstler aus der Großregion zu Gast. Aktuell sind es Sigurd Rompza und der aus Hamburg stammende Bildhauer Jan Meyer-Rogge. Beide gehören seit Jahren zur Galerie St. Johann in Saarbrücken. Doch die 1969 gegründete Galerie stellte Anfang des Jahres ihren Betrieb ein. Zwar wird Sigurd Rompza von einem Dutzend Galerien in Deutschland, Frankreich, Belgien, der Schweiz und Großbritannien vertreten, doch hier in der Region fehlt ein Galerieforum für seine Arbeiten, aber auch für die von Jan Meyer-Rogge.

"MediArt", wo man sich erklärtermaßen für die Kunst und die Künstler der Großregion engagiert, hilft diesem Mangel ab und bietet den beiden Vertretern der "Konkreten Kunst" Raum. Meyer-Rogges Kleinplastiken finden bei "Kunstraum MediArt" ihren Platz auf den Podesten. Die Wand hingegen gehört den Objekten Sigurd Rompzas, anhand derer er das Verhältnis von Farbe, Licht und Raum untersucht und zum Sehen anleitet.

Zu sehen: 23. September bis 10. Oktober im Espace MediArt, grande-rue 31, Luxemburg

mediart.lu