Anbieter Bird muss seine E-Scooter wieder aus Luxemburg entfernen

Kostenpflichtiger Inhalt: Stadt beschließt Verbot : E-Scooter verschwinden aus Luxemburg-Stadt

Das Unternehmen Bird hatte die Geräte in die luxemburgische Hauptstadt gebracht - jetzt müssen sie innerhalb von zwei Tagen wieder entfernt werden.

() Es wurde nur ein kurzes Gastspiel: Nachdem der Anbieter Bird vor rund zwei Wochen über Nacht dutzende E-Scooter in der luxemburgischen Hauptstadt abstellte, muss das Unternehmen die Geräte binnen zwei Tage wieder entfernen. Das hat die Verwaltung in Luxemburg-Stadt mitgeteilt. Die Entscheidung sei nach einem Treffen zwischen Bürgermeisterin Lydie Polfer, dem örtlichen Polizeichef und Vertretern der Firma Bird gefallen.

Der luxemburgischen Stadtverwaltung sind die Leihgeräte ein Dorn im Auge, sie werden als gefährlich bewertet und würden die bereits angespannte Verkehrssituation in der Hauptstadt nur verschärfen. Nachdem sie über Nacht mit der Verbreitung der Geräte im Stadtteil Kirchberg vor vollendete Tatsachen gestellt worden war, hatte Bürgermeisterin Polfer gedroht, die E-Scooters zu beschlagnahmen, die ohne Genehmigung abgestellt worden waren.

Das Unternehmen hingegen argumentiert, dass seine E-Scooters „eine umweltfreundliche Alternative zum Auto sind“ und dazu beitragen würden, die Luftverschmutzung zu bekämpfen. Bird wolle weiterhin im Gespräch mit der Stadt bleiben, um irgendwann den Luxemburgern seine E-Scooters wieder anbieten zu dürfen und spricht von einer „vorübergehenden Unterbrechung“ des Leihservices.

Laut Bird hatten in der kurzen Zeit bereits über 2000 Menschen in Luxemburg die App heruntergeladen, die nötig ist, um die E-Scooter zu nutzen. „Wir verstehen die Enttäuschung der tausende Nutzer. Dennoch sind wir der Auffassung, dass es besser ist, in enger Kooperation mit den Städten zu arbeiten, in denen wir unseren Services anbieten wollen. Deshalb werden wir Veränderungen vornehmen, bevor wir wieder starten“, heißt es von Bird.

Ob es dem Unternehmen mit Sitz in Kalifornien doch gelingt, sich in der luxemburgischen Hauptstadt niederzulassen, bleibt dennoch fraglich. Da die E-Scooters nach der Nutzung überall abgestellt werden können, befürchtet die Stadtverwaltung, dass sie auch in Orte gelangen, die gefährlich sind. Es seien bereits Geräte in der Nähe der Tram-Schienen gefunden worden.

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