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Rückfallgefährdete Straftäter: Netz an Ambulanzen erweitert

Homburg/Mainz. Das Therapieangebot für Gewalt- und Sexualstraftäter nach einer Haftentlassung ist in Rheinland-Pfalz und im Saarland ausgebaut worden. Am Montag wurde als neuer Standort die forensisch-psychiatrische Ambulanz (FPA) an der Universität Homburg anerkannt. dpa

Dazu unterzeichneten der saarländische Justizminister Peter Strobel (CDU) und dessen rheinland-pfälzischer Amtskollege Herbert Mertin (FDP) eine entsprechende Vereinbarung über die Nutzung der Anlaufstelle für die Justiz beider Länder.


Das Angebot sei „ein entscheidendes Hilfsmittel, um weitere gefährliche Gewalt- und Sexualstraftaten durch rückfallgefährdete Personen zu verhindern“, sagte Mertin. In Rheinland-Pfalz gibt es bereits vier Ambulanz-Standort in Trier, Ludwigshafen, Koblenz und Mainz, die stark nachgefragt würden. Der Standort Homburg könne zur Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten beitragen - gerade in der westlichen Pfalz gebe es einen bisher nicht gedeckten Bedarf.

Im Saarland sei die FPA in Homburg „die erste dieser Art“ im Land, sagte eine Sprecherin des Ministeriums in Saarbrücken. Zuvor habe man sich anderer Angebote bedient. Minister Strobel erklärte, er gehe davon aus, dass mit der Ambulanz in Homburg „für diesen Bereich eine deutliche Verbesserung der Qualität“ erreicht werde. „Die nachhaltige Resozialisierung von Straftätern ist Opferschutz im besten Sinne.“