Zwölf Jahre Haft für Gasexplosion

Hauptangeklagter soll 2013 bei Energie-Versorger Feuer gelegt haben.

Mehr als ein Jahr nach den Gasexplosionen im pfälzischen Harthausen ist ein Mann unter anderem wegen besonders schwerer Brandstiftung zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Der 41-Jährige hatte nach Überzeugung des Landgerichts Frankenthal am 28. September 2013 auf dem Gelände eines Gasversorgers Feuer gelegt und damit die Explosionen ausgelöst. Beim Löschen waren 17 Feuerwehrleute verletzt worden, zudem entstand ein Millionenschaden an Gebäuden in der Umgebung. Sicherheitshalber war der etwa 3000 Einwohner zählende Ort in der Nähe von Speyer zeitweilig evakuiert worden.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe für den Mann aus Mittelfranken gefordert, der im Prozess geschwiegen hat. Seine Anwälte plädieren auf Freispruch. Sie vermissen Beweise.

Die Anklage basiert weitgehend auf dem Geständnis einer 27 Jahre alten Mitangeklagten, die am Mittwoch zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt wurde.