Zwei Tote in Idar-Oberstein: Polizei ermittelt

Familiendrama? : Zwei Tote in Idar-Oberstein – Viele Fragen offen

Am Freitagmorgen (7. Juni) findet die Polizei in einem Haus in Idar-Oberstein zwei leblose Menschen mit Schnitt- und Stichverletzungen und einen bewaffneten Mann. Inzwischen steht die Identität der drei fest. Viele Fragen bleiben zunächst aber offen.

Nach dem Tod zweier Menschen in Idar-Oberstein ermittelt die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach gegen einen 31 Jahre alten Tatverdächtigen. Der Mann soll in der Nacht auf Freitag seine 59 Jahre alte Mutter und einen ebenfalls 59 Jahre alten Nachbarn getötet haben, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag sagte. Das Motiv war zunächst unklar. „Es drängt sich nichts auf“, sagte der Sprecher am Freitagmittag. Weiterhin müsse man klären, ob der Mann zum Tatzeitpunkt im „Vollbesitz seiner geistigen Kräfte“ gewesen sei.

In der Nacht zu Freitag hatte ein Nachbar Schreie gehört und die Polizei angerufen. Im Flur des Mehrfamilienhauses trafen die Beamten auf die leblose, stark blutende Mutter. Der Sohn habe mit einem Messer in der Hand in der Wohnungstür des 59 Jahre alten Opfers gestanden, sagte ein Polizeisprecher. Anschließend habe er sich in die Wohnung zurück gezogen.

Weil die Polizei eine Geiselnahme befürchtete, wurden auch Spezialeinsatzkräfte alarmiert. Der 31 Jahre alte Mann ließ sich allerdings nach kurzer Zeit widerstandslos festnehmen. Er war verletzt, aber vernehmungsfähig, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. In der Wohnung fanden die Einsatzkräfte den leblosen Mieter. Er hatte wie die Frau Schnitt- und Stichverletzungen am Körper.

Der 31-Jährige wohnte laut Staatsanwaltschaft zusammen mit seinen Eltern in einer Wohnung des Mehrfamilienhauses im Stadtteil Göttschied. Der Vater war zum Zeitpunkt der Vorfälle nicht im Haus. Die Wohnung der Familie lag über der Wohnung des 59-Jährigen. Der Tatverdächtige sollte am späten Freitagnachmittag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die beiden Leichen sollen in Mainz obduziert werden.

(dpa)
Mehr von Saarbrücker Zeitung