Winzer von der Mosel ziehen nach Ernte 2019 gemischt Bilanz

Gute Qualität, aber weniger Menge : Moselwinzer ziehen nach Ernte gemischte Bilanz

Niedrigere Menge, aber sehr gute Qualität: So fällt nach Einschätzung des Vereins Moselwein die diesjährige Ernte an der Mosel aus. Die geschätzte Erntemenge liege bei knapp 694 000 Hektolitern – acht Prozent weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre, teilte der Weinbauverband Mosel in Wiltingen an der Saar mit.

Im Vergleich zu 2018 floss ein Viertel weniger in die Fässer. Einzelne Weingüter hätten von bis zu zwei Drittel weniger Ausbeute berichtet.

Mit der Qualität der Trauben seien die Winzer an Mosel, Saar und Ruwer „sehr zufrieden“, sagte der Vorsitzende von Moselwein, Rolf Haxel. Die Mostgewichte hätten bei Messungen Ende September fast auf dem Niveau des Vorjahres gelegen. Insgesamt sei es ein „fordernder Weinjahrgang mit vielen Wetterkapriolen“ gewesen: Frost im Frühjahr, Trockenheit, Hitze und Sonnenbrand im Sommer und Regen im Herbst.

Die meisten Winzerbetriebe haben die Traubenlese in den vergangenen Tagen beendet. Im Anbaugebiet Mosel werden rund 8800 Hektar Rebfläche von 3000 Betrieben bewirtschaftet. Die dominierende Rebsorte ist Riesling. Auch bundesweit fiel die Ernte nach Schätzung des Deutschen Weininstituts geringer aus als 2018. Der Ertrag liege mit voraussichtlich 8,6 Millionen Hektolitern um etwa 17 Prozent hinter 2018 und um zwei Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt.

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