Margret Klein-Raber aus Siersburg : Saarländerin ist „Weltmeisterin“ im Weihnachtsbaumwerfen

Beim alljährlichen Neujahrsspektakel im pfälzischen Ort Weidenthal sind am Sonntag die neuen „Weltmeister“ im Weihnachtsbaumwerfen gekürt worden. Bei nasskaltem Wetter mussten die Konkurrenten etwa 1,50 Meter große Fichten wie einen Speer werfen, wie einen Leichtathletik-Hammer mit einer Drehung schleudern und in der Hochsprunganlage über eine Latte bugsieren.

Die Preise: Elchfiguren aus Holz.

Bei den Herren errang Rekordweltmeister Frank Schwender seinen sechsten Titel. Mit 23,17 Metern gewann der Verkaufsleiter aus Frankeneck vor Clemens Hötger aus Kaiserslautern (22,49 Meter). Bei den Damen setzte sich Titelverteidigerin Margret Klein-Raber (17,47 Meter) aus Siersburg gegen Annika Lange aus Kaiserslautern (16,18 Meter) durch.

Der lokale Fußballclub Wacker trug das Turnier in dem Ort mit rund 2000 Einwohnern zum 14. Mal aus. Um Christbäume handelt es sich bei den Sportgeräten nicht. „Sie stammen aus dem Gemeindewald und werden kurz vor der WM geschlagen“, sagte Organisator Herbert Laubscher. „Echte gebrauchte Weihnachtsbäume können wir nicht verwenden, da sie ausgetrocknet sind, ihre Nadeln schnell verlieren und auch die Zweige leichter brechen würden.“

Im vergangenen Jahr nahmen 55 Männer und 30 Frauen teil. Am Sonntag meldeten sich 92 Männer, 40 Frauen und 35 Kinder an. Die Idee zum Turnier hatten Laubscher zufolge ehemalige Fußballer des FC Wacker Weidenthal, inspiriert von der Aktion einer schwedischen Möbelkette. Den Wettbewerb habe man dann zum Dreikampf ausgebaut. Um dem Klamauk mehr Gewicht zu verleihen, wurde er zur „Weltmeisterschaft“ erklärt.