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Überraschungs-Einsatz für Broll

Homburg. Beim Saarlandpokal-Viertelfinale in Völklingen blieb der FC Homburg weiter in der Erfolgsspur. Das soll auch im Regionalliga-Spiel in Neckarelz so bleiben. Die Gastgeber sind dabei in der Offensive stark. Ralph Tiné

Nach dem 2:0-Sieg am Dienstag beim SV Röchling Völklingen im Fußball-Saarlandpokal geht es für den FC Homburg an diesem Samstag schon wieder weiter. In der Regionalliga treten die Grün-Weißen bei der SpVgg. Neckarelz an. Anpfiff ist um 14 Uhr im Elzstadion. FCH-Trainer Jens Kiefer ist zufrieden mit dem Jahresauftakt. "Wir sind gut aus der Winterpause gekommen und haben jetzt eine starke Phase", sagt der 40-Jährige. Zwei Siege in der Liga (2:0 bei Hessen Kassel, 1:0 gegen den FK Pirmasens ) und der Einzug ins Halbfinale des Saarlandpokals sprechen für den FCH.

Spielerisch war dabei allerdings nicht alles Gold, was glänzte. "Wir wollten hier keinen Schönheitspreis gewinnen", räumte Kiefer in Völklingen ein, dass es schon schönere Fußballspiele gab als das am Dienstag. Gegen leidenschaftlich verteidigende Gastgeber taten sich die Homburger über weite Strecken schwer. Dennoch reichten Jaron Schäfers 1:0 in der 42. Minute und ein Eigentor von Caner Metin zum 2:0-Endstand (69.) zum Sieg. "Wir mussten eine Runde weiterkommen, das haben wir getan. Es gab auch schon Situationen, in denen Regionalliga-Mannschaften gegen Oberligisten ausgeschieden sind", spielt Kiefer zwischen den Zeilen auf die 1:2-Niederlage des 1. FC Saarbrücken bei Hertha Wiesbach vergangene Woche an.

In Neckarelz soll nun der nächste Dreier in der Liga folgen. Auf Platz 13 trennen die Gastgeber nur vier Punkte vom ersten möglichen Abstiegsplatz 14. Dennoch bleibt SpVgg.-Präsident Thomas Ulmer optimistisch. "Nach wie vor gilt für mich das Ziel, einen Platz besser als im Vorjahr abzuschneiden. Das ist nicht ganz unrealistisch, Platz acht liegt nur vier Punkte weg", meint Ulmer. Allerdings kann sich Neckarelz nicht mehr auf seine enorme Heimstärke aus der Vorsaison, als die SpVgg. am Ende die beste Heimbilanz der gesamten Liga hatte, verlassen. In dieser Spielzeit stehen sechs Niederlagen und drei Unentschieden im eigenen Stadion nur drei Siege gegenüber.

"Neckarelz ist in der Offensive gut besetzt. Wir dürfen dort nicht zu offen spielen", warnt Kiefer. In der eigenen Offensivabteilung wird sich der FCH-Trainer etwas einfallen lassen müssen. Mittelstürmer Patrick Schmidt ist nach fünf Gelben Karten gesperrt. Gleiches gilt für Marc Gallego wegen seiner Gelb-Roten Karte aus dem Spiel gegen Pirmasens .

Auch im Tor wird sich ein neues Gesicht zeigen. Kevin Broll soll erstmals in der Regionalliga den Homburger Kasten hüten. "Das kam etwas überraschend. Damit habe ich nicht gerechnet", sagt der 19-Jährige, der im vergangenen Sommer vom Liga-Konkurrenten SV Waldhof Mannheim kam.

Derweil sind die Vertragsgespräche beim FCH angelaufen. "Wir würden den Kader gerne zu großen Teilen halten. Aber wir wissen auch, dass der eine oder andere Spieler auch bei anderen Vereinen begehrt ist", sagt Kiefer. Das gilt vor allem für den Topstürmer der Hinrunde, Patrick Schmidt. "Wenn wir eine Chance haben, ihn zu halten, dann ist sie gering", macht sich der Trainer keine allzu großen Hoffnungen.