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Tausende Polizisten an Fastnacht im Einsatz

Drohnen und Datensuchlauf : Polizei schützt Mainzer Fasching

Mit Tausenden Einsatzkräften, Drohnen und Videotechnik will die rheinland-pfälzische Polizei für Sicherheit bei den kommenden rund 1000 Fastnachtsveranstaltungen im Land sorgen. Zwischen Altweiberdonnerstag bis Fastnachtsdienstag seien rund 3700 Polizisten im Einsatz, davon allein 1700 in Mainz, kündigte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Donnerstag in Mainz an.

Polizisten begleiteten das närrische Treiben teils in Uniform, teils in Zivil.

Unter anderem in Koblenz, Trier, Ludwigshafen, Mainz, Frankenthal, Bad Kreuznach und Ramstein wird die Polizei auch auf Videotechnik setzen. Beim Umzug in Ludwigshafen am Fastnachtssonntag und beim Mainzer Rosenmontagszug kommen außerdem Polizei-Drohnen zum Einsatz. Bodycams haben die Beamten dem Ministerium zufolge flächendeckend bei sich. Im Landeskriminalamt in Mainz wird über die „Tollen Tage“ hinweg eine Informationssammelstelle eingerichtet, wo alle Erkenntnisse über das Geschehen im Land zusammenlaufen.

Erstmals wurden die Polizeisysteme vor dem Mainzer Rosenmontagszug mit einer neuen Software gezielt nach potenziellen Störern durchsucht. Es sei etwa nach Straftaten wie Körperverletzung, Landfriedensbruch, Freiheitsberaubung oder nach Verstößen gegen das Waffengesetz geschaut worden, erklärte der Inspektor der Landespolizei, Jürgen Schmitt. Herausgefiltert worden seien diejenigen, die in den vergangenen zwei Jahren entweder insgesamt mindestens zehn solcher Straftaten begangen hätten oder eine im Zusammenhang mit dem Rosenmontag oder dem 11.11. in Mainz oder der Mainzer Johannisnacht. Zunächst seien 600 Treffer herausgekommen, diese seien händisch von Polizisten weiter ausgewertet worden.

Letztlich wurden Lewentz zufolge Betretungsverbote gegen 68 Jugendliche und Erwachsene für Bereiche in Mainz ausgesprochen. Im Vorjahr ohne die Software habe es lediglich 26 solcher Verbote gegeben. Nach Angaben des Ministers wurden im vergangenen Jahr an den Fastnachtstagen 748 Straftaten im Land gezählt, darunter 15 Sexualdelikte. Nun hoffe man auf einen Rückgang. Den von Betretungsverboten Betroffenen sei eine Verfügung schriftlich zugegangen, erklärte Schmitt. Wer dagegen verstoße, müsse mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro rechnen. Außerdem dürften diese Personen in Gewahrsam genommen werden.

(dpa)