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A62 bei Freisen: Sturmtief beschädigt Windrad - Autobahn zum Teil wieder befahrbar

A62 bei Freisen : Sturmtief beschädigt Windrad - Autobahn zum Teil wieder befahrbar

Heftige Böen beschädigen ein Windrad und wehen Teile davon auf die nahe A62. Die Autobahn wird zunächst gesperrt, nach einem Tag aber zumindest teilweise wieder freigegeben.

Nach einem Sturmschaden an einem Windrad ist die Autobahn 62 zwischen Birkenfeld und dem saarländischen Freisen am Dienstagnachmittag zumindest zum Teil wieder freigegeben worden. Heftige Sturmböen hatten am Montag Teile eines Windrads auf die Straße geweht. In Fahrtrichtung Trier gelte bis auf weiteres Tempo 60, sagte eine Sprecherin des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz. Am Abend (20 Uhr) sollte die Fahrbahn in Richtung Trier kurzzeitig erneut gesperrt werden, um das Windrad zu untersuchen. Die Fahrbahn in Richtung Pirmasens war weiterhin gesperrt. Ob und wann diese Spur wieder befahrbar sei, solle am Mittwoch entschieden werden, so die Sprecherin.

Der Verkehr wurde am Vormittag um das etwa sieben bis acht Kilometer lange Autobahn-Teilstück herumgeleitet. Außerdem konnte am Dienstag die Kreisstraße zwischen Hahnweiler und Gimbweiler aus Sicherheitsgründen nicht genutzt werden. Sie soll nach Angaben des Landesbetriebs bis auf weiteres gesperrt bleiben.

Die Anlage sei gestoppt worden und drehe sich nicht mehr, erklärte ein Sprecher der Herstellerfirma Enercon aus Aurich. „Wir gehen im Moment nicht davon aus, dass weitere Teile abgeweht werden“, sagte Felix Rehwald. Um die Anlage sei eine Sperrzone errichtet worden. Ein spezieller Kran solle nun die Reste des Blattes entfernen. Wann dieser verfügbar sei und wo er aufgestellt werden könne, sei allerdings noch unklar. Einige Tage Vorlauf seien dafür notwendig, so Rehwald.

Zu den Ursachen können dem Sprecher zufolge bisher nur Vermutungen angestellt werden. Ein Blitzeinschlag sei plausibel. Der Landrat des Landkreises Birkenfeld, Matthias Schneider (CDU), wollte diese Theorie nicht teilen. Ein externer Sachverständiger soll das nun klären.

Das Windrad hat eine Nabenhöhe von 138 Metern und 82 Meter Rotordurchmesser. Ein Rotorblatt ist nach Angaben des Herstellers etwa 37 Meter lang. Betreiber der Anlage ist Geres Gimbweiler GmbH aus Frankfurt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Sturmtief "Bennet" zerstört Windrad an der A 62

(dpa)