Stets im Einsatz für das Leben anderer

Die Feuerwehr ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Viel Anerkennung wurde den Einsatzkräften nun bei der Losheimer Dienstbesprechung zuteil.

Eigentlich müsste die alljährliche Dienstbesprechung der Feuerwehr komplett in der Öffentlichkeit stattfinden, damit die Bevölkerung sieht, wie viel von dieser Hilfsorganisation geleistet wird und mit welchen personellen und finanziellen Schwierigkeiten sie zu kämpfen hat. Gemeindewehrführer Andreas Brausch begrüßte in der Feuerwache zahlreiche Gäste, darunter auch den Kreis- und den Landesbrandinspekteur, Vertreter des ABC-Zuges, der Höhenrettungsgruppe, der Notfallbetreuung und etlicher anderer Hilfsorganisationen, mit denen die Löschbezirke der Gemeinde Losheim erfolgreich zusammenarbeiten.

Mit 416 Aktiven und insgesamt 689 Mitgliedern sind die zwölf Ortsteile personell sehr gut aufgestellt, obwohl es im Bereich der Jugendwehren einen leichten Rückgang zu verzeichnen gibt. "Hier wünschen wir uns noch mehr Unterstützung durch die politisch Verantwortlichen", erklärte Andreas Brausch, denn wenn es im ländlichen Bereich weniger Feuerwehren gebe, dann müssen Hilfesuchende länger auf ihre Rettung warten, "und wer weiß, ob wir es dann noch schaffen, rechtzeitig am Einsatzort zu sein".

26 Feuerwehrleute sind Mitglieder des ABC-Zuges im Landkreis Merzig-Wadern, fünf gehören zur Höhenrettung, und ein 12-köpfiges Team arbeitet mit dem "First Responder". 53 Teilnehmer absolvierten Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule, 107 nahmen an Weiterbildungsmaßnahmen auf Kreis- und Gemeindeebene teil.

Sie alle bewiesen ihr Können bei insgesamt 199 Einsätzen, bei denen die nachbarliche Hilfe den größten Teil ausmachte, gefolgt von technischen Hilfeleistungen und Löscharbeiten bei 31 Bränden, darunter ein Großbrand. Zehn Personen wurden gerettet, drei konnten nur noch tot geborgen werden. Glücklicherweise wurde "nur" ein Feuerwehrmann bei den Einsätzen verletzt.

Hinter diesen nüchternen Zahlen steckt ein hohes Maß an persönlicher Einsatzbereitschaft. Die Feuerwehrleute müssen sich aus ihrem privaten oder beruflichen Alltag heraus von einem Augenblick zum anderen auf Grenzsituationen einlassen und Eindrücke verarbeiten, die man nach getaner Arbeit nicht einfach beiseiteschieben kann.

Viele Arbeitgeber stellen ihre Leute für den Dienst bei der Feuerwehr frei. "Leider gilt dies nicht für die Mitarbeiter der Gemeinde Losheim", bedauerte Bausch, der sich diesbezüglich schon seit Jahren mehr Entgegenkommen wünscht.

Dankbar zeigte er sich für die finanzielle Unterstützung seitens der Verwaltung, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten immer wieder tut was sie kann. Hier habe Bürgermeister Lothar Christ stets ein offenes Ohr.

Der Chef der Losheimer Wehr konnte berichten, dass die Ausgaben für die Feuerwehren auch im Doppelhaushalt 2017/18 weiter erhöht werden, "aber angesichts der finanziellen Lage der Gemeinde sind hier natürlich Grenzen gesetzt". Zum Thema Freistellung von Angestellten für Feuerwehreinsätze äußerte er sich nicht.

Zum Thema:

 Einer der Einsätze für die Losheimer Feuerwehr im vergangenen Jahr: ein schwerer Unfall an der Landesgrenze auf der B 268.
Einer der Einsätze für die Losheimer Feuerwehr im vergangenen Jahr: ein schwerer Unfall an der Landesgrenze auf der B 268.

Dillenburger ist neuer Ausbildungsleiter Im Rahmen der Dienstbesprechung wurde Gemeindeausbildungsleiter Jörg Wein verabschiedet. Er hatte dieses Amt sechs Jahre lang inne. Sein Nachfolger ist Ralf Dillenburger vom Löschbezirk Hausbach, der in seiner Zeit als Jugendwart immer mit in der Ausbildung tätig war. Ihm zur Seite steht Marc Hoffmann aus Losheim, ebenfalls Jugendwart, der auch schon viele Erfahrungen im Bereich Ausbildung gesammelt hat. Gemeindejugendwart Oliver Mohr konnte trotz der etwas schwierigen Nachwuchslage über 16 Neuzugänge berichten. Immerhin gibt es in den Löschbezirken insgesamt 141 Jugendliche. "Trotzdem", konstatierte Brausch, "muss in diesem Bereich ganz besonders die Werbetrommel gerührt werden."