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Smart-Werk in Hambach baut Geländewagen Grenadier – ab heute vorbestellbar

Produktion im Smart-Werk in Hambach ab 2022 : Hier ist der Geländewagen Grenadier ab sofort vorbestellbar

Im vergangenen Jahr hat Ineos Automotive das Smart-Werk in Hambach übernommen. Ab Mitte des nächsten Jahres soll hier der Geländewagen Grenadier vom Band rollen. Erste Vorbestellungen sind jetzt möglich.

Bisher gingen im Smart-Werk in Hambach kleine Stadtflitzer vom Band, nun gesellen sich dazu rustikale Geländewagen, die sogar bei Hilfseinsätzen Verwendung finden sollen. Ineos Automotive will ab Mitte 2022 am lothringischen Standort den Geländewagen Grenadier produzieren.

Nach Informationen des SR will Ineos Automotive bis Jahresende 2022 bereits 2000 der Fahrzeuge ausliefern. Ab 2024 sollen dann bis zu 30 000 Grenadier-Geländewagen im Jahr weltweit verkauft werden, sagt Europa-Vertriebschef Klaus Hartmann. 

Man wird also zwar noch ein wenig warten müssen, aber Vorbestellungen für den Geländewagen sind bereits möglich: Interessenten können sich seit Mittwoch, 29. September, online in die Warteliste eintragen. Nach Unternehmensangaben haben sich bereits tausende Kunden registriert.

In Hambach soll auch eine Sonderanfertigung des Geländewagens in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation The Halo Trust produziert werden, die auf Kampfmittelbeseitigung spezialisiert ist. Grundsätzlich richtet sich Ineos mit dem Grenadier an SUV-Liebhaber, zielt aber auch auf einen weiteren Nischenmarkt ab: Branchen, die solche Fahrzeuge für ihre Einsätze nutzen wie zum Beispiel das Militär oder Rettungsdienste. Die Kooperation mit The Halo Trust ist ein erster Schritt in dieser Richtung.

Im vergangenen Jahr hat Ineos Automotive das Werk am lothringischen Standort aufgekauft, dessen Zukunft bis dahin ungewiss war und zugesagt, die Arbeitsplätze der rund 1300 Beschäftigten – darunter auch viele Grenzgänger aus dem Saarland – bis 2024 zu sichern. Bei der Übernahme hatte die Gewerkschaft CGT, die vor allem Mitarbeiter in der Produktion vertritt, allerdings angemerkt, dass der Vertrieb eines solchen Geländewagens in Zukunft immer schwieriger werden dürfte.