Regionen müssen sich kennenlernen

Wir müssen uns besser kennenlernen. Mit dieser Aussage hat der Herrsteiner Verbandsgemeinde-Bürgermeister Uwe Weber völlig recht. Er meinte damit diese Woche in Birkenfeld die Regionen rund um den Nationalpark Hunsrück-Hochwald, der im kommenden Frühjahr eröffnen soll.

Wie recht er hat, zeigen zwei Beispiele von der Veranstaltung in der benachbarten Kreisstadt: Da wurde mal schnell der Ort Veitsrodt von der Verbandsgemeinde Herrstein in die VG Birkenfeld verlegt, wogegen sich Weber natürlich vehement wehrte. Und dann sprachen die Rheinland-Pfälzer auch im Bezug aufs Saarland gern von Verbandsgemeinden, die es hierzulande natürlich nicht gibt.

Das sind Kleinigkeiten, trotzdem liegt Weber genau richtig. Die Kreis- und Landesgrenzen sind wirkliche Hindernisse. Oft liegt das Gute so nah, aber eben in einem anderen Bundesland. Neulich sagte mir jemand, dass er bis vor kurzem gar nicht gewusst habe, dass es die Burg Lichtenberg bei Kusel gibt. Andere sprachen vom schönen Städtchen Herrstein . Schön ja, aber Stadt? Daher gilt es, den Rat des St. Wendeler Landrates Udo Recktenwald anzunehmen: Die Regionen müssen sich besser vernetzen. Der Nationalpark bietet jetzt die Chance dazu.