Prozess in Zweibrücken: Ist die wegen Totschlags ihres Mitbewohners Angeklagte schuldfähig?

Prozessauftakt wegen Totschlags : Verfahren nach Tod von Mitbewohner – Angeklagte schuldfähig?

Mit 45 Messerstichen soll eine 31-Jährige in Pirmasens ihren Mitbewohner erstochen haben. An diesem Mittwoch (8.) begann der Prozess vor dem Landgericht Zweibrücken.

Eine 31-Jährige soll ihren Mitbewohner erstochen haben – das Verfahren gegen die Beschuldigte hat am Mittwoch vor dem Landgericht Zweibrücken begonnen. Der Frau wird Totschlag vorgeworfen. Im Raum stehe jedoch auch die Frage der Schuldfähigkeit, sagte ein Justizsprecher.

Die Staatsanwaltschaft gehe davon aus, dass die Frau unter einer paranoid-halluzinatorischen Psychose leide und in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden sollte. „Es sind also zwei Schritte zu prüfen: Hat die Frau die Tat begangen? Und falls Ja: Wie ist ihre Schuldfähigkeit?“, sagte der Sprecher. Es sei üblich bei solchen Verfahren, dass ein Sachverständiger teilnehme, um sich einen Eindruck von der Beschuldigten zu verschaffen.

Die 31-Jährige soll im Sommer 2019 in Pirmasens im Zustand einer krankheitsbedingten Schuldunfähigkeit mit 45 Messerstichen ihren Mitbewohner getötet haben. Bis Ende Januar sind fünf weitere Termine im Landgericht vorgesehen. „Solche Verfahren sind im allgemeinen aufwendiger als andere Fälle“, sagte der Justizsprecher.

(dpa)