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Seit März kein Zuzug: Pirmasens hält Zuzugssperre für Flüchtlinge für wirksam

Seit März kein Zuzug : Pirmasens hält Zuzugssperre für Flüchtlinge für wirksam

Vier Monate nach Inkrafttreten einer Zuzugssperre für anerkannte Asylbewerber und subsidiär geschützte Flüchtlinge hat Pirmasens die Maßnahme als wirksam gelobt. Seit Ende März sei kein Flüchtling, der Sozialleistungen beziehe, mehr in die Stadt gezogen, sagte ein Sprecher der westpfälzischen Kommune am Dienstag.

Zuvor seien dies monatlich etwa 80 Menschen gewesen. „Wir waren an der Grenze der Belastbarkeit. Jetzt haben wir eine Atempause, in der wir zielgerichtet Integration betreiben können“, sagte der Sprecher. Die Zuzugssperre ist zunächst auf ein Jahr begrenzt.

In Pirmasens mit rund 42 000 Einwohnern leben rund 1300 Asylsuchende, die meisten kommen aus Syrien, Somalia und Afghanistan. Der verfügbare Wohnraum in der Stadt sei einer der Gründe für den Zuzug gewesen, meinte der Sprecher. „Nun können sich hauptamtliche und ehrenamtliche Helfer stärker den Menschen widmen, die bereits da sind. Allein 240 Flüchtlinge warten zum Beispiel auf Sprachkurse.“

Die Regelung, wonach Flüchtlinge ohne Ausbildungs- oder Arbeitsplatz nach Abschluss ihres Asylverfahrens nicht nach Pirmasens ziehen dürfen, war in einem Erlass des Integrationsministeriums in Kraft getreten. „Alles funktioniert reibungslos und unbürokratisch“, sagte der Stadtsprecher.