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Esel-Taxi in der Pfalz
Ortsvorsteherin hat schon einen Einspänner für die Esel

Zweibrücken. Die geplanten „Esel-Taxis“ für Zweibrücken-Mörsbach sind ein Stückchen nähergerückt. „Einen Einspänner für die Esel habe ich schon“, sagt Ortsvorsteherin Susanne Murer (Grüne). Der sei für die Anfangsphase gedacht, zwei Leute könnten darin Platz nehmen. Wobei Murer anmerkt, dass sie den Begriff „Esel-Taxi“ nicht mag. Von Mathias Schneck

Die geplanten „Esel-Taxis“ für Zweibrücken-Mörsbach sind ein Stückchen nähergerückt. „Einen Einspänner für die Esel habe ich schon“, sagt Ortsvorsteherin Susanne Murer (Grüne). Der sei für die Anfangsphase gedacht, zwei Leute könnten darin Platz nehmen. Wobei Murer anmerkt, dass sie den Begriff „Esel-Taxi“ nicht mag.


Das Echo auf die Pläne der Ortsvorsteherin, in Mörsbach Fahrten auf einem Karren, gezogen von Eseln, zu unternehmen, sind enorm. In Deutschland führte die „FAZ“ ein Interview mit Murer, ferner berichteten unter anderem „Bild am Sonntag“, „Focus“ und „T-Online“. Auch in Luxemburg wurden die „Esel-Taxis“ thematisiert. „Aus ganz Deutschland bekomme ich Mails und Anrufe von Unterstützern“, sagt Murer. Dass es in den sozialen Netzwerken, etwa auf Facebook, viel Häme gab, irritiert die Grüne indes nicht, das müsse man in Kauf nehmen. In Mörsbach selbst bekomme sie viel Rückmeldungen. „Aber nur von Befürwortern. Die rufen mich an und sagen mir, dass sie meine Pläne toll finden. Diejenigen, die dagegen sind, gehen allerdings nicht direkt auf mich zu. Die Kritik läuft nur über Facebook ab.“

Die geplanten Fahrten mit den Tieren sollten keine Taxifahrt ersetzen. Es solle einzig und allein eine Attraktion für Besucher und Einheimische werden. Im Sommer sollen die ersten Fahrten stattfinden. Damit es keinen „Kaltstart“ gibt, hat Murer also nun einen Einspänner angeschafft. „Der ist für die Probephase, später soll es ein größeres Gefährt werden“, sagt sie. Sie überlegt, Esel der Rasse „Poitou“, einer vom Aussterben bedrohten Art, zu beschaffen. Diese könnten im Schritttempo, einen Karren mit Besuchern ziehend, fünf bis sechs Kilometer pro Stunde zurücklegen. „Mit diesen Tieren wären wir in rund einer halben Stunde in Homburg – mit dem Auto bräuchte man eine Viertelstunde“, sagt Murer.