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Nationalpark-Gesetz ist nun rechtskräftig

Birkenfeld. Die Arbeiten am neuen Gebäude in Birkenfeld sind fast beendet. Das Nationalparkamt nimmt am Dienstag, 17. März, offiziell seine Arbeit auf. Das Logo des Nationalparks Hunsrück-Hochwald wird am Mittwoch in Mainz vorgestellt. kuk/sc

Seit Montag ist das Nationalpark-Gesetz rechtskräftig: "Wir sind Nationalpark!", haben dazu zahlreiche Unterstützer auf Facebook gepostet. Seit der abschließenden Lesung im Mainzer Landtag sei auch das Interesse überregionaler Medien am ersten nationalen Schutzgebiet in den Ländern Rheinland-Pfalz und Saarland immens gestiegen: "Wir bekommen fast täglich Anfragen aus ganz Deutschland", berichtet Claus Lessander, Leiter des Starterteams in Birkenfeld .

Für ihn und sein Team ist die Zeit der Enge im Nebengebäude des Forstamts Birkenfeld bald vorüber: Die Arbeiten am neuen Gebäude auf dem Gelände der Elisabeth-Stiftung in der Brückener Straße in Birkenfeld sind nahezu abgeschlossen. Auch wenn es erneut ein Provisorium sein wird: Nach dem Umzug, der für die kommende Woche geplant ist, soll das Nationalparkamt am Dienstag, 17. März, offiziell seine Arbeit aufnehmen. Mittelfristig soll das Amt aber auf dem Umwelt-Campus angesiedelt werden - dort fehlt derzeit der Platz.

Als untere Forst- und Jagdbehörde ist das Nationalparkamt direkt dem Umweltministerium in Mainz zugeordnet. Aufgaben sind der Betrieb und die Unterhaltung des Nationalparks , die Erstellung, Fortschreibung und Umsetzung des Nationalparkplans sowie des jährlichen Maßnahmenplans und des Wegeplans sowie die Geschäftsführung für die kommunale Nationalparkversammlung, den Nationalparkbeirat und das Bürgerforum. Für das neue Amt sind vier Stellen ausgeschrieben, drei ganze und zwei halbe, die allesamt in der Abteilung 2 "Kommunikation und Umweltbildung" angesiedelt sind, die auch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sein wird. Daneben gibt es eine Zentralabteilung (1) und die Abteilung 3, die Forschung, Waldwirtschaft und Tiermanagement regeln wird. Für die Stellen gibt es laut Lessander mehrere Hundert Bewerbungen, die derzeit gesichtet werden. Mit einer Besetzung ist in den kommenden Monaten zu rechnen.

Zwischenzeitlich wurden die genauen Grenzen des Schutzgebiets veröffentlicht und unter anderem auf dem Lanis-Server, dem Landschaftsinformationssystem der Naturschutzverwaltung, hinterlegt. Am Mittwoch wird dann in Mainz von Umweltministerin Ulrike Höfken das offizielle Logo des Nationalparks Hunsrück-Hochwald vorgestellt, mit dem bereits am Wochenende in Berlin auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) für einen Besuch der Nationalpark-Region geworben wird.

Das Logo ist noch ein großes Geheimnis. Nur so viel ist bekannt: Die Wildkatze ist das zentrale Element.