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Motiv nach Amokfahrt in Trier weiter unklar: Hunderte Hinweise bei Polizei

Motiv weiter unklar : Amokfahrer von Trier soll weiter vernommen werden

Sechs Tage nach der Amokfahrt von Trier ist das Motiv des Täters weiter unklar. Bei der Polizei sind mittlerweile über 200 Hinweise zu der Tat eingegangen.

Der Amokfahrer von Trier soll in diesen Tagen weiter vernommen werden. „Er hat uns noch kein schlüssiges Motiv geliefert“, sagte ein Sprecher der Polizei in Trier am Montag. Er werde auch später wiederholt befragt werden, „wenn wir neue Spuren und Erkenntnisse haben“. Bei der Amokfahrt des 51-Jährigen waren am vergangenen Dienstag fünf Menschen getötet worden. Zudem gab es 24 Verletzte, sechs davon erlitten schwere Verletzungen.

Derweil gehe die Vernehmung von Zeugen und die Auswertung von Spuren weiter, sagte der Polizeisprecher. Mehr als 200 Hinweise zur Tat waren bereits eingegangen. „Wir rechnen damit, dass sich noch weitere Zeugen melden werden, wenn sich bei ihnen der erste Schock gelegt hat.“ Zudem würden weitere Gutachten in Auftrag gegeben, zum Beispiel zum Tatfahrzeug, der Unfallstrecke und den Unfallstellen. Je nach Berechnung sei die Tatstrecke 800 bis 900 Meter lang.

Der Mann war mit seinem Sportgeländewagen teils mit mehr als 80 Stundenkilometern durch die Fußgängerzone gerast und hatte den Ermittlern zufolge „wahllos und gezielt“ Passanten angefahren. Zu den Todesopfern gehörten unter anderem ein neun Wochen altes Baby und dessen Vater (45) sowie eine Trierer Studentin (25). Der Amokfahrer sitzt seit Mittwoch unter Mordverdacht in Untersuchungshaft.

(dpa)