Mit Mythen, Sagen und Magie in die neue Session

Mit Mythen, Sagen und Magie in die neue Session

Daniela I. und Prinz Timo I. haben in der Fastnachtszeit das Zepter in der Hand. Die Baumholderer Karnevalsgesellschaft stellte sie dem Narrenvolk vor. Gleichzeitig nahmen die Vorgänger Abschied vom Narrenamt.

Träume werden wahr - und das bei der Baumholderer Karnevalsgesellschaft (BKG) besonders schnell. Das sagte die neue Prinzessin, Daniela I., als sie und ihr Prinz Timo I., sich während der Sessionseröffnung im Jugendzentrum vorstellten. Sie erinnerte sich an einen "Abend mit viel Wein", an dem sie ihrem Timo sagte: "Ich will auch einmal Prinzessin sein". Eine Nachricht an den Elferrat geschickt - und schon war klar: In der kommenden Session werden die beiden das neue Prinzenpaar der BKG.

Das war bis zuletzt geheim - im Jugendzentrum lüftete Sitzungspräsident Frank Meschenmoser, wie jedes Jahr, vor zahlreichen Besuchern das Geheimnis. Dem BKG-Vorsitzenden Dieter Heinz ist es stets vorbehalten, das Motto zu verkünden: "Dabei geht's nicht um Länder, Menschen oder Geld, wir begeben uns in eine übersinnliche Welt." Die Session 2016/17 steht unter dem Motto: "Mythen , Sagen und Magie - in einer Welt der Fantasie". Das neue Prinzenpaar, das von Ingo I. und Silvia I. das Zepter übernahm, ist begeistert von diesem Motto "für die breite Masse".

Die neuen Tollitäten stellten sich, auch das ist Jahr für Jahr üblich, gegenseitig vor. Die Prinzessin erzählte von der Zeit vor zwei Jahren, als sie ihren Prinzen kennenlernte: "Ich hab's gleich gesehen, das ist nicht schwer, der Timo ist mein Kuschelbär." Und weiter: "Auf zwei Sache ist er ganz versess, auf den FC Bayern und auf Autos mit ganz viel PS." Das mit den schnellen Schlitten könne sie ja noch verstehen. "Aber wie kann man nur den Bayern zusehen?" Timo nannte seine Daniela seine "Schönheitsfee", in Anlehnung daran, dass sie in Freisen eine Schönheitsfarm betreibt. Da habe auch schnell Meschenmoser angefragt, ob die neue Prinzessin nicht auch etwas für den Elferrat tun könne. Ihre Antwort: "Oh Meschi, ich weiß nicht, ob ich das sagen kann: Enthauptungen bieten wir nicht an." Ihm gab sie einen einfachen Tipp: Er solle doch mal zum Friseur gehen. Und: "Schöner wird man ganz einfach nur durch Lachen."

Die scheidenden Tollitäten sprachen in ihrer kurzen Ansprache von einer "unvergesslichen Zeit", von "Erlebnissen und Augenblicken für die Ewigkeit". In Anspielung auf ihr Hochdeutsch demonstrierten Ingo und Silvia Osbahr eindrucksvoll, dass sie als Nordlichter mittlerweile auch den Baumholder Dialekt beherrschen.

Den beherrschen auch die beiden Bürgermeister, die Meschenmoser auf die Bühne holte. "Ich ziehe mich ein bisschen zurück, Hobbys habe ich ja genug", sagte Stadtbürgermeister Günther Jung, als er mit dem Stadtschlüssel symbolisch die Macht an die Narren abgab. Und der Verbandsgemeinde-Bürgermeister Bernd Alsfasser wünschte der BKG "immer eine volle Halle und tolle Stimmung" - so wie das auch im vergangenen Jahr gewesen sei.

Noch bevor das Publikum gemeinsam mit den Narren die Vereinshymne "Schönes Baumholder " anstimmte, forderte Meschenmoser in Anlehnung an die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten die Besucher auf: "Make the fastnacht greater." Ihren Teil dazu beitragen werden mit Sicherheit auch die Amerikaner. Denn davon waren einige im Publikum vertreten. Und auch ansonsten bleibt das Militär der BKG erhalten. Ex-Prinz Ingo, ehemaliger Kommandant des Truppenübungsplatzes, kündigte an: "Ich tanze künftig im Männerballett." Vielleicht geht auch da ein Traum in Erfüllung.

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