Melis Mammut-Aufgabe

Der SV Losheim kämpft in der Fußball-Verbandsliga Südwest gegen den Abstieg. Der neue Spielertrainer Claudio Meli sieht die Trainingsbeteiligung als Knackpunkt an. Denn „diese ist nicht unbedingt befriedigend“.

Der SV Losheim ist in der Fußball-Verbandsliga Südwest um seine missliche Lage nicht zu beneiden. Mit nur einem Heim- und einem Auswärtssieg, dafür aber mit 15 Saisonniederlagen steht die Mannschaft mit sechs Zählern auf dem Konto auf dem vorletzten Tabellenplatz. Einen Punkt weniger hat Schlusslicht SV Klarenthal. Neun Punkte mehr als die Losheimer hat der Tabellendrittletzte TuS Beaumarais. Der FV Püttlingen belegt als Tabellen-13. mit 16 Zählern einen weiteren, möglichen Abstiegsplatz. Gerettet ist in jedem Fall der Tabellenzwölfte. Das ist derzeit die FSG Schmelz/Limbach mit 22 Punkten. Rang zwölf ist definitiv ein Nichtabstiegsplatz.

"Wir wissen, dass es ganz schwer wird, aber wir wollen den Klassenverbleib natürlich noch schaffen", betont Losheims Vorsitzender Christoph Straßel, der nach der Entlassung von Trainer Uwe Feller nach neun Spielen ohne Punktgewinn die Mannschaft interimsmäßig trainiert hat. Damals war schon klar, dass ein Spielertrainer gesucht werden soll, um das Ziel Klassenverbleib zu erreichen. Wenige Tage vor dem Jahreswechsel wurde dann Claudio Meli von der Reservemannschaft des Regionalligisten SV Saar 05 Saarbrücken II verpflichtet. "Ich denke, wir haben den richtigen Spielertrainer für uns und dieses schwierige Unterfangen an Land ziehen können", erklärt Straßel. Sollte der Klassenverbleib nicht geschafft werden, dann wird Meli auch in der Landesliga West den SV als Spielertrainer betreuen.

Meli ist 29 Jahre alt und verheiratet. Sein fast einjähriger Sohn heißt Valentino. Die Familie wohnt in St. Wendel. Von 2009 bis 2013 absolvierte er 118 Oberliga-Spiele für den 1. FC Saarbrücken II, die Sportfreunde Köllerbach und Röchling Völklingen. Anschließend spielte Meli beim SV Klarenthal, dem SC Friedrichsthal und zuletzt beim Landesligisten SV Saar 05 Saarbrücken II.

Der Mittelfeldspieler arbeitet bei seinem Vater, der in Konfeld wohnt, in dessen Baufirma. "Über meinen Vater wurden auch die ersten Kontakte geknüpft und anschließend Nägel mit Köpfen gemacht", erklärt Meli mit Blick auf seinen Wechsel zum SV Losheim . Er freue sich auf die Herausforderung.

Einige Trainingseinheiten hat der Neue mit seiner Mannschaft nunmehr absolviert - ebenso zwei Trainingsspiele. Gegen Melis Ex-Verein SV Saar 05 Saarbrücken II kassierte Losheim eine 1:9-Niederlage. In der Partie gegen den Landesligisten FC Rastpfuhl ging es beim 3:4 schon etwas enger zu. "Die Ergebnisse sind zweitrangig. Mein Eindruck ist ganz gut. Dennoch wird der Klassenverbleib eine Mammut-Aufgabe bleiben", sagt Meli, der bei seinen früheren Vereinen immer zentral im Mittelfeld gespielt hat. Beim SV Losheim möchte er sich jetzt zunächst einmal auf der Position einbringen, wo Not am Mann ist.

Was verbessert werden muss, hat Meli der Mannschaft klar gesagt. Hierzu zählt vor allen Dingen eine bessere Trainingsbeteiligung. Denn "diese ist nicht unbedingt befriedigend", erklärt der 29-Jährige. Nur, wenn alle an einem Strang ziehen, kann das gesteckte Ziel Klassenverbleib erreicht werden. Mithelfen soll hierbei auch Francesco Macaluso, der vom Bezirksligisten FSV Lauterbach gekommen ist. "Franceso ist ein guter Freund von mir. Er wird mein Co-Trainer, der von der Außenlinie unsere Spiele beobachtet und mir dann die entsprechenden Hinweise gibt, was im weiteren Verlauf geändert werden muss", beschreibt Meli dessen Aufgabenbereich. Er könne aber auch zuweilen bei Engpässen in die Mannschaft rücken. Weitere Spielerwechsel hat es beim SV Losheim nicht gegeben.