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Mein Lokal, dein Lokal: "Litziger Lay" bekommt viel Lob, aber bei den Punkten ...

Kabel-Eins-Sendung : „Mein Lokal, dein Lokal“ in Traben-Trarbach: Traditionsbetrieb bekommt viel Lob, aber bei den Punkten ...

Eine Karriere in der Gastronomie war für Wirtin Ines nicht der erste Plan. Doch dann hängte sie ihren Job als Juristin an den Nagel. Was die Quereinsteigerin in der „Litziger Lay“ zu bieten hat, zeigt sie auf Kabel Eins.

Österreichische Küche an der Mosel - das klingt nach einer Marktlücke, die man dringend bedienen sollte. So dachte es sich wohl auch Wirtin Ines, die das Restaurant „Litziger Lay“ in Traben-Trarbach betreibt. Sie bringt die Küche aus dem Alpenland in eine Region, die sonst die Kulinarik ganz anderer Nachbarländer kennt.

Beim Fernsehformat „Mein Lokal, dein Lokal“ stellt sich Ines nun dem Wettstreit mit vier weiteren Restaurants aus der Mosel-Region. Die Wirte besuchen die Restaurants der anderen, bewerten gegenseitig die Leistungen der Berufskollegen und machen unter sich den Sieger der Woche aus. Wie immer ist Spitzenkoch Mike Süßer bei der Kabel-Eins-Sendung dabei. Er hat in seiner Karriere schon einige Erfahrung als Koch in Österreich gesammelt. An Tag 3 der Fernsehwoche trifft er an der „Litziger Lay“ ein und fühlt sich beim Ambiente auf den ersten Blick in der richtigen Alpen-Stimmung. Das dürfte ein gutes Omen sein für den Tag, an dem Ines sich beweisen muss.

„Litziger Lay“ in Traben-Trarbach entpuppt sich als Familienunternehmen

Im Restaurant ist auch Ines’ Mann vor Ort. Er erklärt: „Meine Tante und mein Onkel haben dieses Restaurant 33 Jahre lang geführt. Sie sind jetzt im wohlverdienten Ruhestand und irgendwie muss es ja weitergehen.“ Das ist natürlich stark untertrieben, denn es geht nicht nur darum, dass der Betrieb irgendwie weiterläuft. Ines hat so sehr die Lust auf die Gastronomie gepackt, dass sie dafür sogar ihre Karriere als Juristin an den Nagel gehängt hat.

Zwei andere Gastronomen aus Trier und Lautzenhausen haben an den vorherigen Tagen bereits vorgemacht, wie gute Küche geht. In Traben-Trarbach sollte nun sehr gute Qualität auf den Tisch kommen, damit man sich mit den vorher getesteten Restaurants messen kann.

Österreichische Küche bei „Mein Lokal, dein Lokal“

Mit den ersten Käsespätzle für den Fernsehkoch Süsser geht es für Ines gleich gut los. Beide sind sich sofort einig: Wenn man nicht die richtigen, österreichischen Zutaten verwendet, kann man es gleich bleiben lassen. Deshalb ist der Koch auch sehr glücklich mit dem, was er probieren darf, bevor die anderen Teilnehmer von „Mein Lokal, dein Lokal“ eintreffen. Die vier Wirte aus der Region müssen an diesem Tag entscheiden, wie viele Punkte sie für die „Litziger Lay“ und das dortige Essen verteilen möchten.

Der erste Eindruck der Gäste vor dem Testessen in Traben-Trarbach: „Draußen hat ‚echt österreichisch’ gestanden und in der Karte ist es drin.“ Das heißt übrigens nicht, dass gute Produkte aus der Region verboten sind. In der Küche wird zum Beispiel mit Riesling von der Mosel gekocht.

Was sagen die Gäste in der „Litziger Lay“?

Am dritten Tag von „Mein Lokal, dein Lokal“ ist bereits klar, dass sich eine kritische aber faire Runde von Wirten zusammengefunden hat. Hier nimmt niemand ein Blatt vor den Mund, wenn bei der Zubereitung der Speisen noch Luft nach oben ist. In der „Litziger Lay“ gibt es von ihnen aber zunächst ganz viel Lob für die Vorspeisen. Wirt Michael, der am Vortag sein Restaurant präsentieren durfte, fühlt sich schon so, als läge Traben-Trarbach eigentlich 600 Kilometer südlich in den Alpen.

Auch bei den Hauptspeisen sind die Gäste fast wunschlos glücklich. So zufrieden haben sie sich in den vorherigen Tagen noch nicht geäußert. Ines kann sich jetzt schon sicher sein, dass die „Litziger Lay“ sehr gut ankommt. Aber jeder Gastronom weiß, dass ihr eine ganz wichtige Aufgabe noch bevorsteht. Schließlich ist das Dessert das Letzte, was dem Gast in Erinnerung bleibt. Und was wäre ein Testessen im österreichischen Restaurant ohne einen Kaiserschmarrn? Bei der Zubereitung sieht der Spitzenkoch Mike Süsser genau hin und ist sehr zufrieden mit dem, was Ines in der Küche zaubert. Es scheint, als könnte nichts mehr schief gehen.

Der Kaiserschmarrn kommt auch am Tisch recht gut an. Noch glücklicher sind aber die Wirte, die Topfenknödel und Eispalatschinken bestellt haben. Nur der Apfelstrudel mit Vanillesoße kann die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen.

Moment der Wahrheit bei „Mein Lokal, dein Lokal“ in Traben-Trarbach

Was zahlt man nun also mit vier Personen für die drei Gänge dieses Tages? Rund 120 Euro kostet das Essen, womit alle völlig einverstanden sind. Sie vergeben gleich darauf für die Leistung, die sie an diesem Tag in der „Litziger Lay“ erlebt haben. Insgesamt 32 von möglichen 40 Punkten vergibt die Runde an Ines’ Restaurant, das sich damit auf Rang 2 einreiht. Das ist durchaus überraschend, wenn man bedenkt, dass es vorher scheinbar die ganz große Zufriedenheit mit dem Essen gab. Man hätte angesichts dessen mit mehr Punkten rechnen können.

Zuvor holte das „Esszimmer by MyPlace“ in Lautzenhausen 34 Punkte und die „Wunderlampe“ in Trier konnte sich 30 Punkte sichern.

Eines würden wohl trotzdem alle Teilnehmer von „Mein Lokal, dein Lokal“ an der Mosel unterschreiben: Wer einen ganz schnellen Österreichurlaub braucht, sollte einfach nach Traben-Trarbach fahren.

Wie geht es weiter bei „Mein Lokal, dein Lokal“ an der Mosel?

Zwei Restaurants zeigen in dieser Woche noch ihr Können. Die nächsten Folgen laufen jeweils um 17.55 Uhr auf Kabel Eins.

  • Donnerstag: „Boutique Hotel Moselgarten“ in Bullay
  • Freitag: „Wine & Dine by Villa Melsheimer“ in Reil

Wer die „Litziger Lay“ selbst ausprobieren möchte, findet das Restaurant unter der Adresse An der Mosel 78, 56841 Traben-Trarbach oder im Internet unter www.litzigerlay.com.