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Lilly Among Clouds stellt neues Album "Green Flash" in Wiltingen vor

Vor Konzert in Wiltingen : „Ich mag es dramatisch und vielschichtig“

Lilly Among Clouds stellt am Donnerstag ihr neues Album „Green Flash“ in Wiltingen vor. Mit der SZ spricht sie über ihre Musik und die Liebe zum Beruf.

Wie würden Sie den Entstehungsprozess Ihres neuen Albums „Green Flash“ beschreiben?

LILLY Die Lieder sind querbeet gemischt – teilweise ganz alt und teilweise ganz neu. Besonders spannend ist es, ein Lied aufzunehmen, das schon 15 Jahre alt ist. Die Emotionen sorgen beim Einsingen dafür, dass es sich anfühlt, als wenn es gestern geschrieben worden wäre.

Worin liegen die Unterschiede zwischen dem ersten Album „Aerial Perspective“ und dem zweiten Album „Green Flash“?

LILLY Beim ersten Album habe ich mich noch gefragt „Wo will ich hin?“. Beim zweiten Album war ich schon entspannter. Während des Entstehungsprozesses habe ich es als Privileg empfunden, diesen Beruf ausüben zu dürfen.

Wer zählt eigentlich zu Ihren musikalischen Vorbildern?

LILLY Ich könnte jetzt ein paar Alben nennen, die ich rauf und runter gehört habe. Aber bei keinem Sänger hatte ich das Gefühl, dass ich genauso werden wollte.

Welche Sänger oder Bands haben Sie denn besonders gerne gehört?

LILLY Als Kind habe ich Lauryn Hill, Alanis Morissette, und Avril Lavigne rauf und runter gehört. Ein besonders spannender Aspekt ist für mich dabei der Prozess des Songschreibens. Die Songs der Arctic Monkeys gefallen mir auch gut. Und Lykke Li finde ich spannend. Ihre Musik umgibt viel Drama, aber letztendlich geht es immer um die Melodie.

Wie würden Sie Ihren Musikstil selbst beschreiben?

LILLY Ich beschreibe mich selbst sehr ungern. Ich singe Indie-Pop. Ich mag es dramatisch und vielschichtig, emotional und lebendig.

Sie haben im vergangenen Jahr beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) teilgenommen und den dritten Platz belegt. Welche Eindrücke haben Sie von diesem Großevent mitgenommen?

LILLY Am Anfang war ich sehr neugierig, wie Fernsehen funktioniert. Beim eigenen Konzert baust du alles selbst auf. Beim ESC hatte ich hingegen den Luxus, nur singen zu müssen. Ich war erstaunlich cool. Ich war nicht nervös. Es hat Spaß gemacht, dabei gewesen zu sein. Ich war überraschend entspannt. Es war eine tolle Erfahrung.

Können Sie sich vorstellen, in der Zukunft noch einen weiteren Anlauf hinsichtlich der European-Song- Contest-Teilnahme zu nehmen?

Lilly Among Clouds machte bei "Unser Lied für Israel" mit einem starken dritten Platz auf sich aufmerksam. Foto: Station K Foto: Station K

LILLY Dieses Jahr werde ich nicht dabei sein – im Moment habe ich zu viel Spaß mit meiner eigenen Musik. Aber ich habe das Ganze nicht abgeschrieben. Es gibt keine finale Absage von mir. Im letzten Jahr hat es mir gut gefallen. Ich würde gerne wieder längere Zeit mit dem tollen ESC-Team zusammenarbeiten. Ich kann mir durchaus vorstellen, in einigen Jahren es wieder zu versuchen. Das Fernsehen ist ein spannendes Format, um Musik rüberzubringen. Wenn sie mich ansprechen und es bei mir passt – mal schauen!