Letzte Aktenprüfung zu Gräff-Tod

Die Staatsanwaltschaft will die Prüfung der Akten zum Tod der Trierer Studentin Tanja Gräff vor der Sommerpause abschließen. "Wir sind noch in den letzten Zügen", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen in Trier der Deutschen Presse-Agentur. Nach der abschließenden Auswertung werde über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden.

Eigentlich wollte die Staatsanwaltschaft schon zum Jahreswechsel fertig werden. Das Material sei aber "sehr umfangreich", sagte Fritzen. "Es geht uns um Gründlichkeit vor Schnelligkeit in der Sache. Es soll jetzt wirklich alles abschließend geprüft sein."

Die Hintergründe des Todes der lange vermissten Studentin sind weiter ungeklärt. Ihr Skelett war im Mai 2015 an einer Felswand in Trier bei Rodungsarbeiten gefunden worden. Gräff hatte vor fast zehn Jahren bei einem Sturz aus 50 Metern Höhe tödliche Verletzungen erlitten. Kernfrage ist, ob die 21-Jährige verunglückte, ob sie möglicherweise in den Tod gestoßen wurde oder ob sie einer anderen Straftat zum Opfer fiel. Der Anwalt von Tanja Gräffs Mutter, Detlef Böhm, hatte Ende 2016 nach Akteneinsicht Ansätze für weitere Ermittlungen vorgeschlagen. "Ich hoffe, das sie berücksichtigt werden", sagte er nun.