Kriegsgräberstätten in Rheinland-Pfalz werden erfasst

Kriegsgräberstätten in Rheinland-Pfalz werden erfasst

Rund 800 Kriegsgräberstätten in Rheinland-Pfalz werden bis zum Jahr 2018 katalogisiert sowie historisch und kunstgeschichtlich bewertet. Die erstmalige systematische Erfassung dieser Anlagen solle im Anschluss dann 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in eine Publikation sowie eine Wanderausstellung münden, teilten die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) und der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK) jetzt in Mainz mit.

Beide haben das gemeinsame Projekt Ende 2015 mit einem Kooperationsvertrag auf den Weg gebracht. Man müsse sich auch mit "unbequemen" Denkmälern beschäftigen, betonte GDKE-Generaldirektor Thomas Metz. "Dafür muss man aber erstmal wissen, womit man es zu tun hat." Kriegsgräber machten verständlich, welch furchtbare Katastrophen Kriege seien. Aus den Hunderten Anlagen - darunter Einzelgräber und aufwendig gestaltete Gedenkanlagen - sollen zehn ausgesucht und pädagogisch aufbereitet werden, damit das Thema beispielsweise in Schulklassen behandelt werden kann.