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Kinder mehr in den Alltag einbeziehen

Die Erzieherinnen Maria Iacopetta (links) und Angela Sauer vor dem renovierten Kindergarten St. Elisabeth in Riegelsberg. Archivfoto: mj
Die Erzieherinnen Maria Iacopetta (links) und Angela Sauer vor dem renovierten Kindergarten St. Elisabeth in Riegelsberg. Archivfoto: mj
Riegelsberg. Der 2011/2012 auf Neubauniveau renovierte Kindergarten am Riegelsberger Stumpen hat das Zertifikat „Qualitätsmanagement“ des Caritasverbandes der Diözese Trier erhalten. Leiterin Andrea Graf und ihr Team freuen sich. Frank Bredel

Über die Verleihung des Zertifikates "Qualitätsmanagement " des Caritasverbandes der Diözese Trier freut sich der Kindergarten St. Elisabeth in Riegelsberg . Seit 2008 arbeiten die elf Erzieherinnen und Praktikanten auf Basis des "Rahmenleitbildes für katholische Kindertageseinrichtungen im Bistum Trier " an dem Umgang untereinander, mit den Kindern und deren Eltern. Schwerpunkte des Leitbildes sind unter anderem die Zusammenarbeit mit Kindern und ihren Eltern, die Kooperation mit der Pfarreiengemeinschaft sowie die Verbindung von Leben und Glauben. "Es war ein anstrengender und langer Weg, aber es hat sich auf alle Fälle gelohnt", sagt Andrea Graf, Leiterin des Kindergartens. "In der Zeit des Audits haben wir Verhaltensweisen von uns und den Kindern genauer beobachtet, sie analysiert und reflektiert. So konnten wir Unregelmäßigkeiten und Probleme feststellen und anschließend an einer Lösung arbeiten", berichtet die 52-Jährige.

"Unser größtes Ziel ist es, die Kinder mehr in den Alltag einzubeziehen. Zum Beispiel dürfen die Kinder beim Mittagessen helfen, die Tische zu decken, oder die Kleinsten packen ihre Wickelutensilien selbst zusammen. Das ist für uns eine Umstellung, da vielleicht nicht alles perfekt und ordentlich ist, aber wir müssen lernen, die Kinder einfach mal machen zu lassen", erklärt die Erzieherin.

Für ihr Tun sollen die Kinder auch Wertschätzung erfahren. Durch das Einbeziehen in Arbeiten und Entscheidungen seien die Kinder viel offener, meint Graf. Sie kämen von ganz allein mit Fragen, Ideen und Anregungen - ein wichtiger Faktor für das Selbstbewusstsein der Kleinen.

An so genannten Teamtagen war der Kindergarten geschlossen, die Erzieherinnen trafen sich mit Referenten und Fachberatern, um theoretische Themen wie zum Beispiel Kommunikation zu besprechen und Techniken zu erlernen. Andrea Graf: "Die Kinder und auch die Eltern waren immer bereit, das Projekt mitzutragen. Das war uns eine große Hilfe. Auch die jahrelange Zusammenarbeit mit der Pfarrei St. Josef wirkte sich positiv auf das Projekt aus."