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Pfalz
Keine neuen Sprengfallen entdeckt - Aber noch keine Entwarnung

FOTO: dpa / Oliver Dietze
Kaiserslautern. Nach dem Fund von Sprengfallen in der Pfalz haben die Ermittler weitere Häuser und Grundstücke nach heimtückischen Explosionsvorrichtungen abgesucht. dpa

Gefunden hätten die Sicherheitskräfte in den vergangenen Tagen jedoch nichts, sagte ein Sprecher der Polizei in Kaiserslautern am Montag. „Wir können aber nicht ausschließen, dass es weitere Sprengfallen gibt, und geben vorerst keine Entwarnung.“ Bisher seien zu dem Fall rund 120 Hinweise eingegangen. „Die Sonderkommission arbeitet diese nach und nach ab“, sagte der Polizeisprecher.


Die Behörden gehen von einem rücksichtslosen Rachefeldzug eines Gärtners aus. Der 59-Jährige war am Freitag vorvergangener Woche tot in seinem Haus im Kreis Kaiserslautern gefunden worden. Er soll im Streit einen Arzt mit einer Sprengfalle getötet und eine Mutter mit ihrer Tochter verletzt haben. Die Ermittler fürchten, dass er weitere Sprengfallen hinterlassen hat. Zuletzt hatten die Ermittler am vergangenen Mittwoch ein professionell manipuliertes Holzscheit in einem Carport in Fischbach (Kreis Kaiserslautern) entdeckt.

Die Ursache für den Tod des Gärtners stehe noch nicht fest, sagte der Sprecher. Hier warte die Polizei auf ein Gutachten. Ungeklärt sei zudem die Art des Sprengstoffs, mit dem der 59-Jährige den Arzt in Enkenbach-Alsenborn getötet hatte. Für die Polizei steht der Gärtner als Täter so gut wie fest. Da der Mann nicht mehr lebt, ist auch nicht mit einem Ermittlungsverfahren zu rechnen.