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Kampfverband verlässt Militärstützpunkt

Kampfverband verlässt Militärstützpunkt

Baumholder. "Die ersten neuen Einheiten sind bereits in Baumholder stationiert", sagte der Kommandeur der US-Army-Garnison Baumholder, Oberstleutnant Michael Sullivan, während eines Arbeitsessens mit zivilen Führungskräften aus den Kreisen Birkenfeld, Kusel und St. Wendel sowie Repräsentanten der Bundeswehr im Rheinlander-Community-Club in Baumholder

Baumholder. "Die ersten neuen Einheiten sind bereits in Baumholder stationiert", sagte der Kommandeur der US-Army-Garnison Baumholder, Oberstleutnant Michael Sullivan, während eines Arbeitsessens mit zivilen Führungskräften aus den Kreisen Birkenfeld, Kusel und St. Wendel sowie Repräsentanten der Bundeswehr im Rheinlander-Community-Club in Baumholder.Es war das erste Arbeitsessen, zu dem der neue Garnisonskommandeur auch Vertreter der 170. Infanteriebrigade und Vertreter der bereits nach Baumholder versetzten Einheiten eingeladen hatte. Bei diesen traditionellen Treffen werden Informationen ausgetauscht und Belange der deutschen und der US-Gemeinde erörtert. Die deutschen Offiziellen wollten wissen, wie viele Einheiten nach Baumholder versetzt werden, was deren Aufgabenbereiche sind und wie lange der Aufenthaltszyklus dieser Soldaten in Baumholder sein wird.

Sullivan erklärte, dass die Dauer des Aufenthaltes von der Army fest geregelt ist, und es keinen Unterschied zu den früheren, in Baumholder stationierten Einheiten geben werde. "Die Haupteinheiten, die nach Baumholder versetzt werden, sind die 16. Sustainment Brigade (Versorgungsbrigade) und das 421. Multifunctional Medical Battalion (Multifunktionales Sanitätsbataillon, MMB)", sagte Sullivan und stellte den anwesenden Kommandeur und Command Sergeant Major des neuen 421. MMB vor.

Auch zur neuen Struktur der Einheiten nahm Sullivan Stellung. In Zukunft würden Logistikeinheiten in Baumholder stationiert sein, das sind Transport- und Versorgungseinheiten, Militärpolizei und andere Unterstützungseinheiten. Dies habe einen Wandel der Demographie zur Folge: "Eine Infantriebrigade besteht meistens aus jungen, unverheirateten Soldaten. Die zu erwartenden Soldaten werden wahrscheinlich etwas älter sein, und es werden eventuell mehr mit Familie dabei sein", so Sullivan.

Oberst Mark Raschke, Kommandeur des Kampfverbandes der 170. Infanteriebrigade, informierte über die Zukunft der Brigade. Der Großteil der Soldaten hat Baumholder bereits verlassen. Am Dienstag, 9. Oktober, wird der Kampfverband die Fahnen einrollen und damit deaktiviert. "Allerdings werden bis Dezember noch Soldaten der Brigade in Baumholder sein, da der logistische Aufwand bei der Verlegung noch etwas länger andauern wird", so Raschke. Er dankte allen Bürgermeistern aus den umliegenden Städten und Orten der Verbandsgemeinde Baumholder für die Unterstützung, die der 170. IBCT entgegen gebracht wurde: "Ohne Ihre Unterstützung und die Ihrer Bürger, hätten wir unseren Auftrag nicht erfüllen können."

Das beruhe auf Gegenseitigkeit wie Peter Lang, Bürgermeister der Verbandsgemeinde und Stadt Baumholder, betonte. Auch er schätze die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Auf die Frage eines US- Militärs, ob das Gerücht wahr sei, dass der Bahnhof in Baumholder wieder geöffnet wird, antwortete Lang: "Der Bahnhof in Baumholder wird ab Dezember 2014 seinen Betrieb aufnehmen".

Sullivan lobte ausdrücklich die Entscheidung des US-Militärs, Baumholder zu einem dauerhaften Standort (Enduring Garnison) zu erklären: "Wenn die Army das Verhältnis zwischen Gemeinden und Soldaten betrachtet, so glaube ich, hat man erkannt, dass hier in Baumholder ein ganz besonders Verhältnis existiert. Und das Dank aller Führungskräfte in der US-Garnison, aber viel wichtiger noch Dank Ihrer Führungsqualitäten in den Gemeinden". red