Junge Lateiner sahen Bücher des Bischofs

Eine Bibel aus dem zwölften Jahrhundert war der Renner: Für die Arbeitsgemeinschaft Latein der Grundschule Sonnenfeld gab's in Trier Antworten auf viele Fragen. Die Mitarbeiter der Bibliothek des Priesterseminars informierten.

Die Arbeitsgemeinschaft Latein der Grundschule Sonnenfeld in Homburg war dieser Tage zu Gast in der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars (BPS) in Trier. Der Besuch war der Abschluss einer Unterrichtseinheit zur europäischen Buchgeschichte "Von der antiken Papyrusrolle zum heutigen E-Book", heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Diese Unterrichtsreihe wurde in Zusammenarbeit zwischen der Homburger Grundschule, der Bibliophilen-Gesellschaft Trier "Pro Libris" und der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier gestaltet. Die jungen Lateiner hatten in ihrer Schule unter der Anleitung von Patrick Trautmann die Buchkultur der Antike und in der karolingischen Ära erforscht. Begeistert waren sie von den Beispielen der Buchmalerei, die ihnen vorgestellt und erklärt worden waren. Sie staunten über die ausgelegte Handschrift 1 der BPS Trier, eine Bibel aus dem zwölften Jahrhundert.

Insbesondere waren sie vom Gewicht, der Größe und dem Umfang der Handschrift beeindruckt. Denn als die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass die Handschrift aus 180 beschriebenen Pergamentbögen besteht, rechneten sie sofort aus, dass mehr als 100 Schafe oder Ziegen geschlachtet worden waren. Die Handschrift stellte alle anderen Exponaten in den Schatten.

Geduldig beantworteten Florian Zenner und Patrick Trautmann die vielen Fragen der interessierten Kinder. Bot doch die vorbereitete Präsentation die Möglichkeit, die bereits gelernten Informationen unter Beweis zu stellen, heißt es weiter. Am Ende ihres Besuchs dankten die Schülerinnen und Schüler der Latein-AG für die freundliche Aufnahme, aufmerksame Betreuung und die gelungene Präsentation. Die Schirmherrschaft der Arbeitsgemeinschaft an der Sonnenfeldschule hat Bürgermeister Klaus Roth übernommen.