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Im Ochsenbruch für die Natur aktiv

Freiwillige waren drei Wochen lang im Moor aktiv. Foto: Roland Schmidt/Nationalpark
Freiwillige waren drei Wochen lang im Moor aktiv. Foto: Roland Schmidt/Nationalpark FOTO: Roland Schmidt/Nationalpark
Birkenfeld. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Frankreich, Südkorea, Weißrussland und Deutschland: Junge Freiwillige beschäftigten sich im Ochsenbruch mitten im Nationalpark Hunsrück-Hochwald mit den Themen Moor und Natur und zeigten großes Engagement. red

Das Moor verbindet über Ländergrenzen und Kontinente hinweg: Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald, genauer im Ochsenbruch, gab es in diesem Jahr erstmals ein internationales Workcamp des Park-Partners ,,Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten", kurz IBG.


Die jungen Freiwilligen im Ochsenbruch bei Börfink (Kreis Birkenfeld ) kamen aus Frankreich, Südkorea, Weißrussland und Deutschland. Drei Wochen lang waren sie hier im Moor für die Natur aktiv.

Sie packten richtig mit an. Sie verschlossen Entwässerungsgräben und füllten diese auf. Das bedeutete das Verlegen von Arbeitsstegen, Material schleppen und Holzbohlen im Boden versenken. Nationalparkranger Roland Schmidt betreute die Gruppe gemeinsam mit den Mitarbeitern der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz vor Ort.

Großes Engagement

Er war begeistert vom Engagement der jungen Leute für die Hunsrücker Hangmoore. Ziel der vom Stuttgarter Verein IBG organisierten internationalen Workcamps ist die Verbindung von internationaler Begegnung und gemeinnützigem Engagement. Die gemeinsame Arbeit bei Wind und Wetter verbinde die jungen Menschen, baue Barrieren ab und Freundschaften über Ländergrenzen hinweg auf und leiste dabei auch ganz konkrete Hilfe vor Ort, so die Zielsetzung des Vereines. Wie es bei dem Camp im Nationalpark bei der Renaturierung der Moore im Nationalpark geschehen ist.



Moore sind seltene Ökosysteme und Rückzugsgebiet für besondere Tier- und Pflanzenarten. Die im Hunsrück ,,Brücher" genannten Gebiete wurden in der Vergangenheit oftmals zerstört. Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald sind noch großflächige Moorbereiche zu finden. Sie machen rund 13 Prozent der Fläche aus. Im Rahmen des EU-Life-Projektes ,,Moore" widmen sich die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz und der Projektpartner Landesforsten Rheinland-Pfalz. im Nationalpark Hunsrück-Hochwald der Wiederherstellung und dem Erhalt von Hang- und Zwischenmooren. Die internationalen Workcamps des Partners ,,Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten" leisten hier ebenfalls einen Betrag.

Wer sich selbst in einem internationalen Workcamp engagieren möchte, findet mehr Informationen unter: www.ibg-workcamps.org . Angebote für junge Erwachsene gibt es in Deutschland und etwa vierzig anderen Projektländern in Europa, Amerika und Asien.