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Hier ist Arbeit nicht nur Therapie

Webenheim. Mehr als 200 geistig und körperlich behinderte Menschen arbeiten in der Saarpfalz-Werkstatt der Lebenshilfe in Webenheim. Nun bekamen sie Besuch von den Rotariern Homburg-Zweibrücken, die einen Scheck dabei hatten. bea

Zu einem Höhepunkt des Jahres gestaltete sich für den Rotary-Club Homburg-Zweibrücken der Besuch der Saarpfalz-Werkstatt für angepasste Arbeit gem. GmbH, wie diese vorbildliche Einrichtung der Lebenshilfe in Webenheim amtlich heißt. Für mehr als 200 geistig, körperlich und mehrfach behinderte junge und ältere Menschen aus dem gesamten Saarpfalz-Kreis ist sie nicht nur ein Hort sorgsamer, liebevoller und sozialpädagogischer Betreuung, sondern auch eine sinnvolle Tätigkeit gewährleistende Arbeitsstätte. Arbeit ist hier aber nicht nur Therapie, sondern verhilft auch zu eigenem Verdienst.

Der Besuch war von bewegenden Empfindungen begleitet und hat tiefe Eindrücke beim RC Homburg-Zweibrücken hinterlassen. Im Foyer der Saarpfalz-Werkstatt wurden die Gäste überrascht, als ein aus einer früheren rotarischen Spende entstandener Chor sie stimmungsvoll begrüßte. Mit seinem Dank für diesen liebenswürdigen Empfang verband Rotary-Präsident Nikolaus Müller-Lantzsch hohe Anerkennung für das verdienstvolle humanitäre Wirken der Einrichtung.

Natürlich waren die Besucher nicht mit leeren Händen gekommen, und so konnte der RC-Präsident eine Clubspende in Höhe von 2000 Euro überreichen. Diese Summe ist von einem der Saarpfalz-Werkstatt eng verbundenen Clubmitglied spontan verdoppelt worden. Ein weiteres Clubmitglied hat, begeistert von dem geradezu überwältigenden Einsatz für Behinderte, weitere 1000 Euro gespendet. Die nun insgesamt 5000 Euro sollen es unter anderem ermöglichen, die Turnhalle auszustatten.

Diverse Teilbetriebe


Dass die Saarpfalz-Werkstatt Zulieferer für eine stattliche Reihe von Industriebetrieben ist, wurde staunend zur Kenntnis genommen, als die Bereichsleiterin Begleitende Dienste, Carmen Geraci, und Frank Fuchs als Bereichsleiter Produktion die Besucher dann durch die einzelnen Teilbetriebe der Werkstatt führten. Die Arbeitsbreite reicht dabei von der Wäscherei über Gartenbau bis zur Metall- und Kunststoffmontage, von der Textilbearbeitung über Gastronomie bis zum Zusammenbau kleiner medizintechnischer Gerätschaften. Und von der bemerkenswerten Qualität der Küche konnte sich die rotarische Familie beim gemeinsamen Mittagessen überzeugen.