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Großbrand in Hermeskeil in Sägewerk: Feuerwehr-Einsatz bis in die Nacht

Großalarm in Hermeskeil : Großbrand in Sägewerk unter Kontrolle – Helfer aus dem Saarland kehren in der Nacht heim (mit Bildergalerie)

Das verheerende Feuer hat auf dem Gelände eines Sägewerkes in Hermeskeil nahe der saarländischen Grenze immensen Schaden angerichtet. Außerdem forderte es mehrere Verletzte.

Ein Großbrand in einem Hermeskeiler Sägewerk hat bis zu 400 Feuerwehrleute bis weit in die Nacht auf Donnerstag, 14. Juli, beschäftigt. Mittlerweile sei aber das Feuer gelöscht, teilte am frühen Morgen die Polizei mit. Jetzt gehe es nur noch darum, dass Glutnester die Flammen nicht noch einmal anfachen. Die Warnhinweise für die Bevölkerung, im Haus zu bleiben, seien wieder aufgehoben worden.

Das Feuer war am späten Mittwochnachmittag ausgebrochen und hatte rasch um sich gegriffen. Flammenerreichten auch einen angrenzenden Wald. Bewohner im weiten Umfeld wurden gewarnt, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Die lang anhaltende Trockenheit sowie Wind erschwerten die Arbeit der Feuerwehrleute. Zusätzlich kamen zwei Löschhubschrauber zum Einsatz. Wasserwerfer der Polizei unterstützten ebenso. Auch die Feuerwehr des US-Luftstützpunktes aus Spangdahlem sowie der Bundeswehr-Feuerwehr unterstützen.

Wegen der riesigen benötigten Löschwassermengen ließen die Behörden das Hermeskeiler Schwimmbad räumen, um das Wasser der Becken zu nutzen. Der Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Trier-Saarburg rief Anwohner in einem großen Umfeld um den Unglücksort dazu auf, im Haus zu bleiben. Dichter Rauch zog großflächig über die Region hinweg.

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Feuerwehren aus dem Saarland ebenfalls am Katastrophenort

Bis zum Abend meldeten die Einsatzkräfte fünf Verletzte. Wie schwer die Blessuren sind, dazu machten sie keine Angaben.

Wegen der Ausmaße waren unter anderem auch Vertreter aus vier Nonnweiler Löschbezirken sowie aus Wadern-Wadrill an dem Einsatz beteiligt. Sie kehrten nach Angaben von Feuerwehrsprecher Dirk Schäfer gegen 3.30 Uhr zurück.

So hatte sich die Katastrophe angebahnt

Gegen 16.55 Uhr war Alarm ausgelöst worden. Eine 4000 Quadratmeter große Halle und umliegende Holzlager sowie Grünflächen standen in Flammen. Noch gegen 21 Uhr bestand nach Angaben des eines Katastrophenschutzsprechers immer noch die Gefahr, dass der Brand großflächig auf den Wald übergreifen könnte. Dies war zuvor bereits an einigen Stellen geschehen.

Schwimmbad wird für Löschwasserversorgung benötigt

Kurz nach 19 Uhr wurde das Schwimmbad Hermeskeil geräumt, um die Schwimmbecken für die Wasserentnahme zu nutzen.

Die Technische Einsatzleitung warnte am Abend: „Der Brand- und Katastrophenschutz weist alle Personen in Hermeskeil und Umgebung dazu an, im Haus zu bleiben. Schließen Sie Fenster und Türen. Schalten Sie Lüftung- und Klimaanlagen ab. Halten Sie sich im Freien notfalls ein feuchtes Tuch vor Mund und Nase. Wenn Sie Funkenflug feststellen, informieren Sie die Einsatzkräfte über den Notruf 112 oder die Einsatzkräfte vor Ort. Folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte. Achten Sie auf weitere Informationen oder Durchsagen. “

Die Warnungen über eine starke Rauchentwicklung mit Geruchsbelästigungen gingen auch über die Warnapps Nina und Katwarn heraus. Die Feuerwehr führt Messungen durch. Das Gebiet sollte von Autofahrern weiträumig umfahren werden. Die Warnung galt für Hermeskeil, Teile der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell und Thalfang.

Nach Angaben von Pressesprecher Christian Scholz vom Katastrophenschutz wurden fünf Menschen verletzt, darunter eine Einsatzkraft. Vier der Verletzten mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Die Brandursache ist derzeit nicht geklärt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Verheerender Brand zerstört Hermeskeiler Sägewerk