„Rock am Ring“ vom 1. bis 3. Juni: Foo Fighters und Marilyn Manson rocken die Eifel

„Rock am Ring“ vom 1. bis 3. Juni : Foo Fighters und Marilyn Manson rocken die Eifel

Lauter Gesang, harte Gitarrenklänge und rasche Schlagzeugrhythmen werden wieder Zehntausenden Fans einheizen. Das legendäre Spektakel „Rock am Ring“ lockt die Szene mit hunderten Musikern aus dem In- und Ausland. Viel Aufmerksamkeit bekommen die Wetterfrösche.

Die US-Bands Foo Fighters und Thirty Seconds to Mars, Schock-Rocker Marilyn Manson und die britische Formation Muse: Eines der berühmtesten und größten Musikfestivals Deutschlands geht wieder in der Eifel über die Bühne. Bei „Rock am Ring“ vom 1. bis 3. Juni treten auch der deutsche Indie-Rapper Casper und die britischen Gorillaz auf. Insgesamt haben sich rund 80 Bands auf den drei Bühnen an der legendären Rennstrecke Nürburgring angekündigt.

Im Wechsel treten die Musiker von „Rock am Ring“ in der Regel auch beim gleichzeitigen Zwillingsfestival „Rock im Park“ in Nürnberg auf. Im vergangenen Jahr waren im Frühsommer alleine zu „Rock am Ring“ 87 000 meist junge Besucher geströmt. Viele der Fans campen, grillen und feiern auch neben der Rennstrecke - eine oft lange herbeigesehnte Open-Air-Ausflucht aus dem Alltag. Wenige Tage vor dem Festival werden dann viele gebannt den Wetterbericht verfolgen.

2015 und 2016 war „Rock am Ring“ ausnahmsweise auf dem rund 30 Kilometer entfernten Flugplatz Mendig über die Bühne gegangen. Dort kämpfte „Rock am Ring“ mit Blitz und Donner - jeweils zahlreiche Verletzte waren in beiden Jahren die Schreckensbilanz.

2017 kehrte das bereits 1985 erstmals ausgerichtete Musikspektakel aus wirtschaftlichen Gründen zurück an den Nürburgring - und erlebte eine spektakuläre Unterbrechung wegen Terrorverdachts. Zwei von drei aus Syrien stammenden Verdächtigen hatten als Aufbauhelfer gearbeitet - waren aber den Ermittlungen zufolge nicht in Terrorismus verstrickt. Auslöser des Alarms war unter anderem ein Schreibfehler gewesen.

Und in diesem Jahr? Polizei und Veranstalter betonen, für die Sicherheit werde viel getan. Laut dem rheinland-pfälzischen Innenministerium werden von Mitarbeitern nun stets Kopien von Pässen verlangt. Polizei und gegebenenfalls auch Verfassungsschutz nehmen die Namen unter die Lupe. Nach Worten des Mayener Polizeisprechers Lars Brummer ist eine dreistellige Zahl von Polizisten bei „Rock am Ring“ im Einsatz. Nähere Angaben mache er aus taktischen Gründen nicht. Laut Veranstalter gibt es insgesamt rund 2000 Ordner, Polizeibeamte und Sanitäter.

Nürburgring-Chef Mirco Markfort erklärt: „Die Besucher, deren Erlebnis und ihre Sicherheit sind unser höchstes Gut.“ Bei einem Gewitter schütze eine fest installierte Blitzschutzanlage fast das komplette Festivalgelände vor Einschlägen. Auch die Campingplätze hätten rasch erreichbare Blitzschutzbereiche. Das Wetter werde ständig überwacht, um rechtzeitig reagieren zu können.

(dpa)