Fällt Zweibrücker Klinik weg, kommt Homburg ins Spiel

Fällt Zweibrücker Klinik weg, kommt Homburg ins Spiel

Dem Evangelischen Krankenhaus Zweibrücken droht die Schließung. Der Landesverein für Innere Mission (LVIM) als Träger der Einrichtung ließ durchblicken, dass beide bisherigen Verhandlungspartner, Diakonissen Speyer-Mannheim und Nardini-Klinikum Zweibrücken, kein Interesse an einer Übernahme des in Schieflage geratenen und vor großem Modernisierungsstau stehenden Hauses haben (wir berichteten).

Welche Auswirkungen hat dies nun auf Homburg? Zumal erst vor zwei Jahren eine Kooperation zwischen dem ev. Krankenhaus und dem Uniklinikum beschlossen worden war. Mit der Folge, dass saarländische Medizinstudenten auch in Zweibrücken tätig sein konnten, das fortan als Lehrkrankenhaus galt. Was daraus wird, konnte gestern das Uniklinikum noch nicht sagen: "Wir werden auf alle Fälle mit dem Träger sprechen", betonte Pressesprecher Roger Motsch, "aber derzeit ist es noch viel zu früh, irgendwelche Einschätzungen von unserer Seite abzugeben. Wir müssen erst abwarten, was der LVIM beschließt." Dies gelte auch für die 380 Arbeitplätze, die im Falle einer Schließung wegfielen. Ob man am Uniklinikum Ersatz dafür anbieten könne, "darüber ist es viel zu früh, etwas zu sagen", so Motsch. Eines ist jetzt schon klar: Mit der Schließung des ev. Krankenhauses fiele die Zweibrücker Entbindungsstation weg, was zur Folge hätte, "dass unsere Babys in Homburg erst mal alle zu Saarländern werden", wie es eine Zweibrückerin formulierte.