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Erste Ergebnisse nach Brand in Bingener Flüchtlingsunterkunft

Erste Ergebnisse nach Brand in Bingener Flüchtlingsunterkunft

Nach dem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Bingen hat die eingesetzte Sonderkommission gestern erste Ergebnisse vorgelegt. Die drei Hakenkreuze an dem Gebäude im Stadtteil Sponsheim waren erst kurz vor dem Feuer aufgebracht worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Die Befragung von Zeugen habe ergeben, dass die Zeichen am Vorabend um 23 Uhr noch nicht vorhanden gewesen seien. Das Feuer schreckte die Hausbewohner am frühen Morgen gegen drei Uhr auf.

Die Polizei prüft einen rechtsextremen Hintergrund, ermittelt aber nach Angaben eines Sprechers weiter in alle Richtungen. Die Staatsanwaltschaft Mainz setzte eine Belohnung von 5000 Euro aus für Hinweise, die zur Ermittlung des oder der Täter führen.

Bei dem Brand in der Nacht zum Donnerstag erlitten sechs Menschen, darunter zwei Feuerwehrleute, Rauchvergiftungen . In dem Haus an der Bundesstraße 50 von Bingen nach Gensingen befanden sich zur Tatzeit rund 25 Menschen, neben Saisonarbeitern aus Portugal und Deutschen auch 13 Flüchtlinge - zehn Syrer und drei Afghanen.