Endlich fertig!

„Endlich“, so lautete das Wort des Tages, das Monsignore Georg Bätzing bewusst an den Anfang des Festgottesdienstes in der Dreifaltigkeitskirche stellte. Und auch beim Empfang, der Schlusssteinsetzung und dem Festakt fiel es immer wieder. Hätte man sich doch schon vor drei Jahren hier zur Einweihung des Erweiterungsbaus der Kolbe-Schule versammeln sollen.

. Nach zehnjähriger Planungszeit war im Herbst 2010 Baubeginn gewesen. Doch Fehler in der Fassade brachten das Baugeschehen zum Erliegen, von da an musste man sich erst einmal ausgiebig mit Gutachten und Rechtsanwälten auseinandersetzen.

Egal, was zählt, ist das Ergebnis. Und das entzückte gestern die große Schar geistlicher und weltlicher Gäste. Im Erdgeschoss des dem Schulhaus vor gelagerten Neubaus stehen neben einer Küche plus Mensa vier Gruppenräume, ein Besprechungsraum, der Sanitärtrakt sowie eine Bibliothek/Mediathek zur Verfügung. Hier residiert künftig die Freiwillige Ganztagsschule in Trägerschaft der Caritas . "Nach zwölf Jahren können wir das Provisorium auflösen und den 140 Kindern bedarfsgerecht ausgestattete Räume für die Nachmittagsbetreuung zur Verfügung stellen", freute sich Schulleiter Walter Meiser. So wurde beispielsweise an "mitwachsende" Tische und Stühle gedacht.

Im Obergeschoss entstanden drei Klassenräume, die nach den Herbstferien von den Zehnerklassen bezogen werden. "Boa" und "Wie krass ist das denn", äußerten sich die künftigen Nutzer begeistert. Tatsächlich hatte man hier richtig geklotzt: Schallisolierte Decken sorgen für eine gute Akustik, Fußbodenheizung in Kombination mit einem 25 Millimeter Eichenparkettfußboden und dreifach verglaste Fenster für Energieeffizienz und ein "positives Raum-Wärme-Gefühl", eine professionelle Lautsprecheranlage und moderne Smart-Boards für effektives Arbeiten. Noch stärker beeindruckte aber etwas ganz Anderes: die komplett verglasten Außenwände, die einen fließenden Übergang vom künstlichen zum natürlichen Raum schaffen, so Meiser. Gern nimmt man da in Kauf, dass die Schüler am Anfang womöglich mehr die Jahreszeiten draußen im Park studieren als das Tafelbild.

Zu verdanken ist das Gesamtkunstwerk zum einen dem Saarbrücker Architekturbüro Huppert & Huppert in Zusammenarbeit mit der Bauabteilung des bischöflichen Generalvikariats Trier. Zum anderen dem Land und dem Bistum Trier , die die Gesamtinvestition von 3,4 Millionen Euro schulterten. "Wobei die staatliche Förderung den Löwenanteil ausmacht", informierte der Schulleiter. Für ihn ist wichtig, dass das Bistum Trier mit diesem neuen Gebäude und der in Kürze wieder nutzbaren, für 900 000 Euro generalsanierten Sporthalle, "ein klares Bekenntnis für die Zukunft und damit den Fortbestand dieser Schule" ablegt. Einziger Wermutstropfen: Staatssekretärin Gaby Schäfer , die sich im Bildungsministerium als "starker Verbündeter" für die Kolbe-Schule eingesetzt hatte, musste der Feier eines Hexenschusses wegen fern bleiben.