Eine Frage von Schuld und Sühne

Birkenfeld. 500 Jahre Unrecht und Recht - in diesen Begriffen wird das ewige Gegeneinander von Menschen deutlich, aber auch die Machtansprüche von Herrschern und des Staats gegenüber dem Volk. Zu jeder Zeit gab es Gesetze, nach denen Schuldige bestraft und der "anständige" Bürger geschützt wurde

Birkenfeld. 500 Jahre Unrecht und Recht - in diesen Begriffen wird das ewige Gegeneinander von Menschen deutlich, aber auch die Machtansprüche von Herrschern und des Staats gegenüber dem Volk. Zu jeder Zeit gab es Gesetze, nach denen Schuldige bestraft und der "anständige" Bürger geschützt wurde. Was dabei Recht und was Unrecht war, bestimmte die Obrigkeit - manchmal auch nach Gewohnheit oder Willkür.Die Sonderausstellung "Unrecht und Recht" nimmt diese Problematik auf und zeigt die Geschichte der Strafverfolgung der Jahre 1500 bis 2000 in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland. Dabei wird die Thematik aus zwei Blickrichtungen erschlossen: In einem ersten Hauptteil werden typische Formen der Kriminalität dargestellt, wie zum Beispiel Hexen, Räuberbanden, Alltagskriminalität, Mord, aber auch die Kriminalisierung im politischen Bereich. Die Ausstellung erläutert in diesem Teil die Taten aus der Sicht des Täters und des Opfers, also "von unten". Der andere Teil befasst sich mit der Obrigkeit, mit ihren Gesetzen und Methoden der Strafverfolgung. Hier werden die unterschiedlichen Gesetzesgrundlagen und Strafprozessformen gezeigt. Der Abschluss gibt einen Einblick in den öffentlichen Strafvollzug von der Hinrichtungsstätte über Schand- und Ehrenstrafen bis zu den heute üblichen Gefängnissen. Die Ausstellung wird durch Exponate der Landespolizeischule, der Museen Simmern und Herrstein und verschiedener Privatsammler ergänzt. red Die Sonderausstellung ist geöffnet montags bis freitags von 10 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr, sonntags von 14 bis 17 Uhr (1.11.2009 bis 13.3.2010 sonntags geschlossen). Ganz geschlossen ist das Museum im Dezember 2009 und Januar 2010.

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