Einblick in aktuelle Forschungsarbeiten

Alle vier Jahre können Professoren für bis zu sechs Monate von der Lehrtätigkeit für Forschungsaktivitäten freigestellt werden. Die Ergebnisse dieser Forschungssemester werden traditionell bei der Nacht der Wissenschaft vorgestellt.

Forschungsergebnisse und die Prämierung von EU-Forschungsvorhaben wurden am Umwelt-Campus bei der 13. Nacht der Wissenschaft präsentiert. In diesem Jahr ging der Nacht der Wissenschaft erstmals ein Hackathon - die Wortschöpfung aus "Hack" und "Marathon" beschreibt eine kollaborative Software- und Hardwareentwicklungsveranstaltung - voran, bei dem Schüler in Gruppen kreative Anwendungen für das "Internet der Dinge IoT" entwickelten. Die Ergebnisse wurden am nächsten Tag der Politik präsentiert. Zudem wurden die Gewinner der "EU Forschung an der Hochschule Trier" vorgestellt. Auf Platz vier landete Jens Voigt mit seiner Projektarbeit, knapp geschlagen von Jörn Schneider, der den dritten Platz erreichte. Platz zwei bekam Peter Heck und Sieger wurde der Doktorand Michael Schweigmann mit seiner Projektarbeit Miracle.

Den Anfang der Vortragsreihe machte Holger Kröninger. Er berichtete von seiner Forschungsarbeit zu Windenergieanlagen. Er verschickte Fragebögen an umliegende Verbandsgemeinden rund um das Thema Windkraft und Windenergieanlagen. Die Ergebnisse waren sowohl interessant als auch überraschend. So stagniert, laut Kröninger, der Zubau von Windkraftanlagen seit Anfang 2015, wobei das größte Problem für diese Anlagen natur- und artenschutzfachliche Bewertungen darstellen, nicht der Widerstand der Bevölkerung. Um Windenergieanlagen bauen zu können ist einiges an Planung notwendig und die Gemeinden müssen sich genau informieren wie, wo und unter welchen Umständen gebaut werden kann. Allgemein hätten Windkraftanlagen immer noch eine unterschiedliche Akzeptanz und die Meinungen gehen stark auseinander.

Klaus Brinkmann berichtete von seinem Forschungsgebiet "Elektrische Netze und die Einspeisung von Strom aus regenerativen Energiewandlern". Anfangs führte er mathematische Berechnungen durch und nahm den Laien gekonnt und mit Humor die Angst vor Formeln und Zahlen.

Zum Schluss berichtete Torsten Henzelmann über "Energiewirtschaft im Umbruch - Digitalisierung als Beschleuniger des Strukturwandels" und stellte klar, der Energiesektor befindet sich in einer Phase des radikalen Wandels: die Digitalisierung ist eine kritische Herausforderung für die Energiewirtschaft, da sich ihre Art des Arbeitens im digitalen Zeitalter dramatisch ändern muss.

Die Besucher konnten abschließend mit den Professoren diskutieren.