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Ein schwarzes Wochenende

Püttlingen. Es war ein deprimierendes Wochenende für die Handballerinnen des HSV Püttlingen. Nach den Heimpleiten gegen die VTV Mundenheim (30:32) und den SV 64 Zweibrücken (25:26) ist der Oberligist wieder im Abstiegskampf. fess

Viel unglücklicher hätte das Wochenende in der Trimm-Treff-Halle für die Oberliga-Handballerinnen des HSV Püttlingen nicht laufen können. Nach einer 30:32-Niederlage gegen die VTV Mundenheim am Freitagabend folgte am Sonntag eine noch knappere 25:26-Heimpleite gegen den SV 64 Zweibrücken . Püttlingen rutschte durch die beiden Niederlagen vom siebten auf den zehnten Tabellenplatz ab - und steckt jetzt wieder mitten im Abstiegskampf.

Mit Mundenheim kam am Freitagabend ein direkter Konkurrent um den Ligaverbleib nach Püttlingen . "Die VTV war spielerisch noch etwas stärker als der Tabellenvierte aus Zweibrücken . Trotzdem hätten wir mit einer besseren Abwehrleistung auch dieses Spiel für uns entscheiden können", sagte HSV-Trainer Hans-Werner Müller. Die Abwehr war auch unter den selbstkritischen Spielerinnen die Hauptursache für die beiden Heimpleiten. "Es liegt einerseits an der fehlenden Absprache untereinander, und daran, dass dieser letzte Schritt fehlt, den eine für die andere noch machen muss", sagte Aline Kessler. "Es ist momentan auch ein großes mentales Problem bei uns, aus meiner Sicht fast reine Kopfsache", fügte Hannah Kimelmann hinzu.

Die Niederlage gegen Mundenheim, nun Tabellensiebter, wollte der HSV zwei Tage später gegen Zweibrücken gutmachen. Püttlingen lieferte sich mit dem Tabellenvierten einen offenen Schlagabtausch bis zur letzten Sekunde. Nur selten lag eines der beiden Teams mal mehr als ein Tor vorne. Meistens dauerte es nur wenige Sekunden, bis die Zweibrückerinnen nach einer Püttlinger Führung wieder den Ausgleich schafften. Besonders SV-Akteurin Joline Müller glänzte immer wieder gegen die verunsicherte Püttlinger Abwehr.

"Wir wussten ja, was auf uns zukommt, und haben darauf trainiert. Trotzdem bekommen wir diese Spielerin nicht in den Griff", ärgerte sich Hans-Werner Müller. Zwei Minuten vor Schluss ging Zweibrücken durch Treffer von Katharina Handermann und Joline Müller mit 26:24 in Führung. Kimelmann schaffte noch den Anschluss für den HSV - und es blieb sogar genug Zeit für einen strukturierten Angriff zum Ausgleich. Doch Zweibrücken stand gut, die Uhr tickte runter und Blerta Ilazi blieb in den Schlusssekunden nur ein Weitwurf aus einer fast unmöglichen Position, der nicht zum Erfolg führte.

Doch weder Ilazis Fehlversuch noch die anderen verpassten Chancen sollen laut der Spielerinnen ausschlaggebend gewesen sein. "Unserer Meinung nach liegt es an der Abwehrleistung, da fehlen einfach die nötigen paar Prozent. Nun sind wir mitten im Abstiegskampf angekommen", sagte Trainertochter Marion Müller. Der Tabellenelfte TuS Neunkirchen kann aufgrund zweier Auswärtsspiele noch mit Püttlingen gleichziehen - doch auch nach vorne ist bis Platz sieben noch alles drin. Am kommenden Sonntag um 17 Uhr trifft der HSV auswärts auf den Tabellenletzten TV Schifferstadt. "Da ist ein Sieg natürlich Pflicht", sagt Trainer Müller.