Das musikalische Multitalent

Mit der Stadtkapelle Zweibrücken war er unter anderem in Boulogne-sur-Mer, mit dem Musikverein Oberauerbach in Südtirol und mit dem Shanty-Chor Teddy Suhren in diesem Sommer auf der Insel Usedom: Bernd Theisohn hat als Musiker schon viel erlebt.

Gerade ist er aus dem Urlaub von Usedom zurückgekehrt - doch was heißt schon Urlaub für einen wie Bernd Theisohn, den in Niederauerbach und Umgebung jeder als "De Auerbacher Bernd" kennt. Vier Tage weilte er nur zur Erholung auf der Ostsee-Insel, danach war er dort eine Woche lang in seiner Funktion als musikalisches Multitalent gefragt. Auf Usedom fand nämlich das vierte Shanty-Chor-Treffen statt, Theisohns Chor mit dem etwas umständlichen Namen Shanty-Chor der Marine-Kameradschaft "Teddy Suhren" nahm zum zweiten Mal daran teil. Auftritte gab es auf der Reise in Heringsdorf, Trassenheide, Swinemünde, in der Kirche von Wolgast und auf der Gorch Fock I in Stralsund. "Wir sind dort mit Begeisterung aufgenommen worden", erzählt Theisohn. Seit 16 Jahren leitet er den Chor, bei dem 28 Sänger mitmachen. "Ich bin da durch Zufall drangekommen, man hat mich gefragt und da habe ich die Blasmusik aufgegeben", erzählt der Musiker . Natürlich spielt er beim Shanty-Chor zur Begleitung auch das Akkordeon , eben das Instrument, mit dem er als Alleinunterhalter unterwegs ist. Dabei war das gar nicht sein erstes Instrument; mit sechs Jahren fing der kleine Bernd auf der Querflöte an, ehe später Klarinette, Saxofon und eben das Akkordeon dazukamen. Auf dem "Schifferklavier" feiert Theisohn dieses Jahr Jubiläum, denn vor 50 Jahren begann er mit dem Spielen. 1971 trat er im zarten Alter von 13 Jahren der Stadtkapelle Zweibrücken bei; ab 1972 spielte er 25 Jahre lang im Musikverein Oberauerbach mit. Seit zwei Jahren bläst er das Saxofon im Musikverein Niederauerbach, also in dem Ort, in dem er groß geworden ist und lebt. Aus seiner langjährigen Musikkarriere sind ihm vor allem die schönen Reisen mit der Stadtkapelle Zweibrücken lebhaft in Erinnerung, da ging es zum Beispiel nach Sylt oder Boulogne-sur-Mer; mit dem Musikverein Oberauerbach war er schon in Salzburg, Berlin und Südtirol gewesen. Zu seinem Spitz- und Künstlernamen sagt der Auerbacher Bernd: "Den Namen gibt es bestimmt schon seit über 30 Jahren. Weil ich ein Auerbacher Bub bin, haben die Alten das gerufen, wenn ich irgendwo aufgetreten bin: ‚De Auerbacher Bernd spielt.‘" An seinem Heimatort schätzt der 58-Jährige, dass man hier ruhig wohne, außerdem biete Niederauerbach ein vorzügliches kulinarisches Angebot. Die Kerb, wie die Kirmes dort heißt, gefällt ihm ebenfalls sehr gut, nicht nur, weil er dort als Alleinunterhalter ins Geschehen eingreift. Das ist auch so, weil seine Tochter Nadine als Straußmäd' und Kerwe-Rednerin mitmacht - beide Kinder Theisohns wohnen im Ort. Ansonsten ist der Auerbacher Bernd nicht nur als Musiker unterwegs, sondern auch im Obst- und Gartenbauverein, wo er als Kassierer fungiert. Der Naturliebhaber erfreut sich am Grün rund um Niederauerbach; schließlich ist Wandern das zweite Hobby des Musikers: "Wenn ich entspannen will, gehe ich ins Heilbachtal, ins Bombachtal oder in die Fasanerie."