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Corona: Kaiserslautern schließt Weihnachtsmarkt früher - und das Saarland?

Wegen Corona : Kaiserslautern schließt Weihnachtsmarkt vorzeitig – droht nun auch das Aus für Saar-Märkte?

Die Corona-Pandemie macht den Pfälzern einen Strich durch die Rechnung. Die Stadt Kaiserslautern hat angekündigt, den Weihnachtsmarkt bereits am kommenden Wochenende zu beenden. Dabei ist die Inzidenz dort im Vergleich zu der im Regionalverband Saarbrücken oder im Landkreis Saarlouis viel niedriger.

In einer kurzen Mitteilung hat die Kaiserslauterer Stadtverwaltung angekündigt, den Weihnachtsmarkt früher als vorgesehen zu schließen. Bereits am kommenden zweiten Adventssonntag, 5. Dezember, ist Feierabend.

Auslöser dafür sei die kontinuierlich steigende Inzidenz in der Pfalz. Auch die Zahl derer, die wegen Corona im Krankenhaus behandelt werden, nehme ständig zu. Deshalb habe die Verwaltung nun das Aus angekündigt.

Wörtlich heißt es in dem Pressetext: „Mit großen Bedenken beobachtet die Stadtverwaltung das steigende Infektionsgeschehen in Kaiserslautern. Damit die Lage nicht außer Kontrolle gerät, wurde eine Notbremse für den Weihnachtsmarkt beschlossen.“

Dabei liegt der Wert der Neuinfektionen binnen einer Woche, auf 100 000 Einwohner hochgerechnet, weit unter dem beispielsweise im nahen Regionalverband Saarbrücken. So gibt Kaiserslautern auf seiner Seite am frühen Donnerstagmorgen, 2. Dezember, die Inzidenz mit 366,4 an. Im Regionalverband beträgt sie nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts (RKI) aktuell  420, im Landkreis Saarlouis sogar 496,6. An beiden Orten finden die Weihnachtsmärkte zurzeit weiterhin statt.

Könnte damit nun auch ein schnelles Ende vor den eigentlichen Weihnachtsfeiertagen auf die Märkte hier zukommen? Bislang sollen mit Einlasskontrollen zu Einhaltung der ab diesem Donnerstag geltenden verschärften Pandemie-Regeln die Verkaufsbuden offen bleiben.

Diese Kontrollen wie im Saarland könnten in Kaiserslautern nicht gewährleistet werden, heißt es aus dem Rathaus in Kaiserslautern.

Anders auf dem dortigen Kulturmarkt und der Eisbahn: Dort gelten nach Verwaltungsangaben Maskenpflicht und 2-G-Regel, die durchgesetzt werden könnten. Diese beiden Veranstaltungen laufen deshalb weiter. Allerdings schließt die Behörde nicht aus, dass bei sich zuspitzender Lage weitere Maßnahmen auch dort etwas dran ändern könnten.