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Blandine Merten kehrt in den Trierer Dom ein

Die Statue der Blandine Merten an ihrem Platz. Foto: Bistum
Die Statue der Blandine Merten an ihrem Platz. Foto: Bistum FOTO: Bistum
Trier. In Düppenweiler war Blandine Merten zu Lebzeiten zuhause und beeindruckt dort heute noch die Gläubigen. Nun hat die Selige neben zwei weiteren auch in Trier einen Platz gefunden. red

"Heiligkeit ist möglich, auch in unserem Bistum, in unserer Region." Das hat der Trierer Bischof Stephan Ackermann bei der Vesper im Trierer Dom betont, in der er die Figuren der drei jüngsten Trierer Seligen und Ordensleute Blandine Merten aus Düppenweiler , Peter Friedhofen und Mutter Rosa Flesch (Ordensgründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen) gesegnet hat. Ackermann sagte, er empfinde große Freude, dass sich die Figuren einreihen in die große Zahl der Heiligen, die im Dom dargestellt sind. "Sie haben jetzt im Dom einen festen Platz."



Auch wenn die drei Ordensleute nicht zu den ganz großen, überall bekannten Heiligen gehörten, rühre ihn die Segnung an, denn sie zeige: Auch in einer Zeit, die noch nicht lange zurück liegt, auch heute, auch etwa in Düppenweiler , könne Heiligkeit wachsen. Diese sei auch dort möglich, wo Menschen nicht dazu vorherbestimmt seien durch ihre Familien, oder bei Menschen, die nicht studiert hätten: "Heiligkeit ist möglich in jedem Leben, mögen die Rahmenbedingungen auch bescheiden sein."

Allen drei Seligen sei gemein, dass für sie die Gegenwart Gottes Wirklichkeit gewesen sei, nicht etwas Erdachtes. Diese Wirklichkeit habe einen Auftrag beinhaltet: als Lehrerin bei Blandine Merten, an der Seite der Armen, Schwachen und Schutzlosen bei Mutter Rosa und Peter Friedhofen. Der Bischof: "Diesen Auftrag erkennen und mit allen Kräften wahrnehmen: Das heißt Christsein." Dann wachse Heiligkeit wie nebenher. Der göttliche Auftrag habe die drei Ordensleute mitten in die Welt geführt, an die Brennpunkte. Mit den Figuren habe der Dom eine "wunderbare geistige Achse" bekommen, von Ost nach West eine "innere Linie": von den Gründerbischöfen im Ostchor, die den Grundstein für das Bistum gelegt hatten, zu den drei Seligen im Westchor, die die Früchte dieser Gründung seien.



Dompropst Werner Rössel erklärte bei gleicher Gelegenheit, die Figuren wollten zum Nachdenken anregen über die Einladung, dem Herrn nachzufolgen, die an jeden Menschen ergehe. Das Domkapitel als Auftraggeber der Figuren hatte nach der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 gemeinsam mit den drei Ordensgemeinschaften einen Wettbewerb veranstaltet. Diesen hatten Elke Härtel, München mit ihrem Entwurf zu Peter Friedhofen, Silke Rehberg, Sendenhorst, mit ihrer Idee zu Blandine Merten und Professorin Elisabeth Wagner, Hamburg, mit ihrem Konzept zu Rosa Flesch für sich entscheiden.